Freiwilligenarbeit als Hospitalero auf dem Camino Primitivo

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Immer mehr Menschen suchen nach authentischen Erfahrungen abseits des klassischen Massentourismus. Die Freiwilligenarbeit in Pilgerherbergen entlang des historischen Camino Primitivo in Asturien bietet dafür eine besondere Gelegenheit. In Pola de Allande, einer malerischen Gemeinde im Südwesten Asturiens, betreibt Stef seit 2020 das Pilgerhaus „Polagrino“ – eine Unterkunft, die ihren Gästen mehr als nur ein Bett bietet.

Die Aufgaben als Hospitalero sind vielfältig: Von der Betreuung der Pilger über das Wechseln der Bettwäsche, Reinigen der Gemeinschaftsräume bis hin zum Zubereiten des Abendessens. Der Aufwand bleibt überschaubar, meist zwischen drei und fünf Stunden pro Tag, angepasst an die Gästeanzahl. Für diese Unterstützung erhalten die Freiwilligen kostenlose Unterkunft sowie drei Mahlzeiten täglich – Luxus darf man nicht erwarten, dafür aber jede Menge Gemeinschaft, Zufriedenheit und kulturellen Austausch.

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Rechtlich betrachtet ist diese Form der Freiwilligenarbeit eine Grauzone: Laut spanischem Gesetz gelten Unterkunft und Verpflegung bereits als Gegenleistung. Deshalb empfiehlt es sich, im Vorfeld alle Erwartungen, Aufgaben und Bedingungen schriftlich festzuhalten. Die Anmeldung erfolgt über Plattformen wie Worldpackers, deren Mitgliedsbeitrag in Eigenregie zu tragen ist; ebenso Anreise, Versicherung und eventuelle Visagebühren.

Pola de Allande ist dabei mehr als nur ein ruhiges Dorf. Es markiert das Ende einer Etappe des legendären Jakobswegs und zieht Pilger aus aller Welt an. Das Miteinander von Bewohnern, Pilgern und Freiwilligen ist geprägt von Respekt, Offenheit und gegenseitigem Lernen – eine wertvolle Erfahrung, deren Erinnerungen oft über den Saisonabschluss hinausreichen.

Quelle: Agenturen