Der Consell de Mallorca setzt neue Maßstäbe im Kampf gegen illegale Ferienvermietungen. Mit der Entfernung von fast 1.500 Anzeigen allein seit Anfang 2026 und der Einleitung von 274 Bußgeldverfahren legt die Inselregierung ein klares Bekenntnis zu einem nachhaltigeren und verantwortungsvolleren Tourismus ab. Auf der World Travel Market 2026 wurde dieses Projekt als Leuchtturm einer neuen Tourismusstrategie vorgestellt, bei der die Interessen der einheimischen Bevölkerung ebenso im Fokus stehen wie die der Besucher.
Die Zahlen sprechen für eine massive Intensivierung der Kontrollen: Seit August 2024 wurden knapp 9.500 illegale Inserate identifiziert und entfernt. Plattformen wie Airbnb, Booking, Vrbo und Rentalia mussten zahlreiche Angebote löschen. Bemerkenswert ist die exakte Verifizierung: Jede Anzeige wird nur dann als entfernt gezählt, wenn sie nachweislich und abschließend illegal war und tatsächlich nicht mehr online ist. Damit wird die tatsächliche, nicht nur statistische Wirkung der Maßnahme sichergestellt.
Von Januar bis September 2026: 1.472 Anzeigen entfernt, fast 7.900 Übernachtungsplätze weniger im illegalen Ferienwohnungsmarkt.
Bußgeldsumme: Bis zu 5,9 Millionen Euro im Jahr 2026.
DIA-Verfahren sorgen für rasche Stilllegung rechtswidriger Angebote.
Die konsequente Linie zeigt sich auch in steigenden Sanktionssummen: Bereits 2025 beliefen sich vorgeschlagene Bußgelder auf über 11 Millionen Euro. Ziel ist es, faire Wettbewerbsbedingungen herzustellen und den sozialen Frieden auf der Insel zu sichern. „Null Toleranz“ gilt als neues Credo—nicht, um Touristen fernzuhalten, sondern um ein Gleichgewicht zwischen Gastfreundschaft und Lebensqualität für Mallorcas Bewohner zu gewährleisten.
Die Insel bleibt damit Vorreiter unter den Destinationen, die sich engagiert gegen illegale Ferienvermietung stemmen und ein zukunftsfähiges Tourismusmodell etablieren möchten.
Quelle: Agenturen





