Alle öffentlichen Bildungseinrichtungen auf den Balearen werden im neuen Schuljahr 2026-2027, das am kommenden 10. September beginnt, über eine Schulkantine verfügen, nachdem das Ministerium für Bildung und Hochschulen (Conselleria d’Educació i Universitats) in der laufenden Legislaturperiode die Eröffnung von 35 neuen Kantinen vorangetrieben hat.
Der Bildungsminister, Antoni Vera, hob diese Maßnahme am Donnerstag (03.09.2026) zu Beginn der Sitzungen der Bildungsausschüsse der verschiedenen Bildungsstufen als eine der wichtigsten Neuerungen des neuen Schuljahres hervor.
Vera erklärte auf einer Pressekonferenz, dass die Einführung dieser 35 neuen Angebote es ermöglichen werde, dass die Schulverpflegung alle öffentlichen Schulen des Archipels erreicht, einschließlich derjenigen, die bisher noch nicht darüber verfügten, wie beispielsweise die Schule La Soledad in Palma.
Der Minister hat die Bedeutung der Ausweitung dieses Angebots auf das gesamte öffentliche Schulnetz aus zwei Gründen unterstrichen: zur Erleichterung der Vereinbarkeit von Beruf und Familie sowie zur Gewährleistung einer angemessenen Betreuung von Schülern in prekären Lebenssituationen.
Das Bildungsministerium betrachtet die Schulkantine somit als einen Dienst, der über die bloße Bereitstellung von Mahlzeiten während des Schultages hinausgeht – sowohl aufgrund ihrer Bedeutung für die Vereinbarkeit von Arbeits- und Schulzeiten der Familien als auch aufgrund ihrer unterstützenden Funktion für Schüler in besonders benachteiligten sozioökonomischen Verhältnissen. Die flächendeckende Einführung dieses Dienstes gehört zu den Neuerungen, die das Bildungsministerium am Donnerstag den Vertretern der Bildungsgemeinschaft im Hinblick auf den Schulbeginn am kommenden 10. vorgestellt hat.
Bei diesen Treffen berichtete Vera auch über die Maßnahmen im Bereich der Bildungsinfrastruktur und nannte unter anderem den Ausbau von Einrichtungen wie s’Estació in Palma und dem Gymnasium Marc Ferré auf Formentera. Was die Besetzung der Stellen angeht, versicherte der Minister, dass die große Mehrheit der für das neue Schuljahr ausgeschriebenen Stellen vergeben wurde und dass praktisch alle Lehrerstellen besetzt sind.
Vera hob insbesondere den Fall von Formentera hervor, wo nach Angaben des Bildungsministeriums alle offenen Stellen besetzt wurden.
Das Bildungsministerium hat zudem über Maßnahmen im Zusammenhang mit schwer zu besetzenden Stellen auf Ibiza und Formentera sowie über Stellen berichtet, die aufgrund ihrer Gefährlichkeit als besonders problematisch eingestuft wurden.
Die Sitzungen dienten ebenfalls dazu, die Einhaltung der während der laufenden Legislaturperiode mit den Vertretern der Lehrkräfte getroffenen Vereinbarungen zu analysieren, darunter jene bezüglich der Zulagen für die Betreuung von Schülern und die Umsetzung des Gleichstellungsplans.
Das Bildungsministerium hat zudem mit der Ausarbeitung neuer Bildungsmaßnahmen für den Zeitraum 2027–2031, also die nächste Legislaturperiode, begonnen und einen Zeitplan für Sitzungen bis Ende dieses Jahres vorgelegt, um die Vorschläge der verschiedenen Gruppen der Bildungsgemeinschaft einzuholen.
Zu den ersten Themen, die das Bildungsministerium in die Debatte einbringen möchte, gehören das Problem des Zugangs zu Wohnraum für Lehrkräfte, insbesondere in Gebieten wie Formentera, sowie Fördermittel zur Erleichterung der Mobilität zwischen den Inseln.
Ein weiterer Vorschlag des Bildungsministeriums ist die Einführung eines Mentoring-Programms, durch das Lehrkräfte, die neu in das Bildungssystem eintreten, in ihrem ersten Jahr von einer anderen Fachkraft begleitet werden, um ihnen die Eingewöhnung zu erleichtern. Vera kündigte zudem an, dass das Bildungsministerium den Gewerkschaften im Rahmen der Verhandlungen über den neuen Bildungsrahmen einen konkreten Zeitplan vorschlagen will, um die Wiedereinführung der Sonderzahlungen für Lehrkräfte zu regeln.
Quelle: Agenturen




