Seit Donnerstag (03.09.2026) zieht eine neue Sahara-Staubwolke, auch bekannt als Calima, über das spanische Festland und die Kanarischen Inseln hinweg. Dieses Naturphänomen verwandelt den Himmel von strahlendem Blau in ein diffuses Grau bis Orange und beeinflusst das Wettergeschehen in weiten Teilen des Landes.
Die Staubwolke erreicht zunächst den Westen und Süden Spaniens und breitet sich am Freitag nahezu über die gesamte Halbinsel aus, mit Ausnahme der Mittelmeerküste. Parallel dazu erleben die östlichen Kanarischen Inseln – Gran Canaria, Lanzarote und Fuerteventura – eine besonders intensive Calima-Phase. Dort führen die feinen Sandpartikel zu stark eingeschränkter Sicht und trübem Himmel, begleitet von einer hartnäckigen Staubschicht, die bis in die folgenden Tage anhält.
Das zeitliche Zusammentreffen von Calima und extremer Hitze ist kein Zufall: Beide Phänomene entstehen durch warme Luftströmungen aus der Sahara, die gleichzeitig heiße Temperaturen und trockenen Staub nach Spanien bringen. Während die Staubpartikel tagsüber die Sonnenstrahlung etwas abschwächen können, sorgen sie nachts für warme, oft schlaflose Nächte.
Auf dem Festland wird die Luftqualität trotz der Staubbelastung am Wochenende teilweise besser, da sich wechselhafte Wetterlagen mit Regen und Gewittern einstellen. In Regionen wie Andalusien oder Madrid kann der Staub dabei mit Regen zu Schlammregen werden, was bereits in früheren Fällen zu einer dünnen, braunen Schicht auf Straßen und Fahrzeugen führte.
Calima ist ein wiederkehrendes, vor allem im Sommer auftretendes Wetterphänomen, das durch den Transport feiner Sand- und Staubpartikel aus der Sahara über den Atlantik verursacht wird. Besonders auf den Kanarischen Inseln ist dieses Ereignis gut bekannt und prägt das Klima und die Sichtverhältnisse regelmäßig.
Insgesamt zeigt die aktuelle Episode eindrücklich, wie eng Wetterextreme wie Hitze und Staubwolken miteinander verbunden sind und welch deutlichen Einfluss sie auf das tägliche Leben und die Umwelt in Spanien und den Kanaren haben.
Quelle: Agenturen





