Ein Bericht von LUDA Partners warnt vor Engpässen bei bestimmten Medikamenten in den Apotheken der Balearen in diesem Sommer, vor allem bei „Lenzetto“, „Fixaprost“ und „Laurimic“.
Nach den am Mittwoch (10.06.2026) veröffentlichten Daten von LUDA Partners ist auf den Inseln das Medikament mit den meisten von Apotheken gemeldeten Engpässen „Lenzetto“, eine transdermale Estradiol-Lösung, die in der Hormontherapie bei Wechseljahresbeschwerden eingesetzt wird. Es folgen „Fixaprost“ (eine Augentropfenmischung aus Latanoprost und Timolol zur Behandlung von Glaukom und Augenhochdruck) sowie „Laurimic“, ein Antibiotikum mit Fosfomycin und Trometamol zur Behandlung von Harnwegsinfektionen.
Ebenso gehören zu den fünf Medikamenten mit den meisten gemeldeten Engpässen auf den Inseln „Victoza“ (Liraglutid, ein GLP-1-Analogon zur Behandlung von Typ-2-Diabetes) und „Tomalyt“ (dessen Wirkstoff derselbe ist wie bei „Aspirin“, nämlich Acetylsalicylsäure). LUDA Partners hat in einer Mitteilung darauf hingewiesen, dass viele dieser Medikamente für chronisch kranke Patienten bestimmt sind, was die Schwere des Problems noch verstärkt, wenn man bedenkt, dass 54,3 Prozent der Bevölkerung über 15 Jahren an mindestens einer chronischen Erkrankung leiden.
In Bezug auf das Auftauchen von Acetylsalicylsäure unter den Medikamenten mit den meisten gemeldeten Engpässen wiesen sie darauf hin, dass dies den „Druck“ widerspiegelt, unter dem das Arzneimittelversorgungssystem in Spanien seit Jahren steht. Hinter diesem Phänomen, so betonten sie, stünden verschiedene konjunkturelle Ursachen, wie der punktuelle Anstieg der Nachfrage zu bestimmten Jahreszeiten, steigende Produktionskosten, von sozialen Netzwerken getriebene Trends oder internationale Konflikte, die die globale Lieferkette weiterhin belasten.
Dem Netzwerk zufolge kommen zu diesen Faktoren weitere strukturelle Probleme hinzu, auf die die Branche hingewiesen hat, wie bestimmte administrative Maßnahmen oder die niedrigen Preise einiger Medikamente, die deren Rentabilität und Produktion erschweren. „Diese Situation ist jedoch nicht auf Spanien beschränkt. Auch andere Länder in unserer Umgebung stehen vor ähnlichen Versorgungsproblemen“, schlossen sie.
Quelle: Agenturen





