Der spanische Automarkt erlebt einen tiefgreifenden Wandel, bei dem chinesische Hersteller zunehmend an Bedeutung gewinnen. Bereits im ersten Quartal 2026 machten chinesische Marken mehr als jedes achte neu zugelassene Fahrzeug in Spanien aus – ein beeindruckender Anstieg, der den Markt nachhaltig verändert.
Marken wie MG, BYD, Omoda und Jaecoo verkaufen zusammen Zehntausende Autos und sind in Städten wie Madrid, Valencia oder Alicante immer präsenter. Besonders der MG ZS sticht hervor: Mit über 5.100 verkauften Einheiten im ersten Quartal zählt er zu den meistverkauften Modellen, knapp hinter dem Toyota Yaris Cross. Dennoch sind chinesische Hersteller in den Top Ten der Herstellerliste noch nicht vertreten, da etablierte Marken wie Toyota, Renault und Volkswagen weiterhin dominieren.
MG behauptet seine Position als größte chinesische Marke, doch BYD wächst mit einem beeindruckenden Zuwachs von 151 Prozent rasant und nähert sich MG zunehmend an. Zusammen dominieren sie bereits mehr als die Hälfte der chinesischen Fahrzeugverkäufe in Spanien. Auch die Chery-Gruppe mit ihren Submarken Omoda und Jaecoo gewinnt an Terrain und produziert sogar in Barcelona – ein Zeichen für den strategischen Ausbau chinesischer Präsenz in Europa.
Ein wesentlicher Faktor für den Erfolg chinesischer Autos in Spanien ist die Präferenz für Hybridfahrzeuge. Aufgrund hoher Einfuhrzölle auf in China produzierte Fahrzeuge und Elektromodelle verschiebt sich die Nachfrage hin zu Hybriden und Plug-in-Hybriden. BYD setzt hier auf seine DM-i-Modelle und den Atto 2, der seit der Einführung der Plug-in-Hybrid-Variante besonders beliebt ist. Im Januar konnte BYD sogar Tesla als meistverkaufte Elektromarke in Spanien überholen.
Die Prognosen sind eindeutig: Chinesische Hersteller werden ihren Marktanteil weiter ausbauen und könnten 2026 auf 15 bis 20 Prozent kommen. Dieses Wachstum spiegelt nicht nur Veränderungen im Konsumentenverhalten wider, sondern auch den wachsenden Einfluss chinesischer Automobilindustrie in Europa.
Quelle: Agenturen





