Atlantikströmung könnte Spanien schwer treffen

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Eine neue niederländische Studie hat alarmierende Erkenntnisse über Spanien ans Licht gebracht. Spanische Medien berichten, dass der Ozean rund um Spanien sich zu einer unerwarteten Klima-Zeitbombe entwickeln könnte.

Auch wenn dies übertrieben erscheinen mag, warnen Wissenschaftler, dass ein Zusammenbruch der Atlantikströmung nicht nur das europäische Wetter durcheinanderbringen, sondern auch erhebliche Mengen an im Meer gespeichertem CO₂ freisetzen könnte. Insbesondere Spanien könnte mit extremerer Dürre, heftigeren Stürmen und unbeständigeren Jahreszeiten konfrontiert werden.

Fischer in Galicien und entlang der Häfen von Cádiz beobachten diese Veränderungen bereits seit Jahren: Das Meerwasser verhält sich anders. Strömungen verlagern sich, Stürme werden heftiger und die Wassertemperatur schwankt stärker als früher.

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Die Besorgnis dreht sich laut einer neuen internationalen Studie um die sogenannte AMOC, das große atlantische Förderband, zu dem auch der Golfstrom gehört. Dieses System transportiert warmes Wasser aus den Tropen nach Europa und sorgt hier für ein relativ mildes Klima. Durch das Abschmelzen des grönländischen Eises gelangt jedoch immer mehr Süßwasser in den Atlantik. Dies führt dazu, dass kaltes Wasser weniger gut in die Tiefe sinkt und die Strömung an Kraft verliert. Wissenschaftler befürchten, dass dieser Prozess letztendlich abrupt kippen könnte.

Berichten in El Español zufolge ist dieses Szenario viel näher als lange angenommen. Die Folgen beschränken sich nicht nur auf kältere Winter in Nordeuropa. Forscher haben nun entdeckt, dass ein Zusammenbruch der Strömung auch alte Kohlenstoffvorräte aus der Tiefsee freisetzen kann.

Dieses CO₂ ist seit Jahrhunderten im kalten Tiefseewasser gebunden. Wenn sich die Meeresströmungen verändern, kann dieses Gas wieder in die Atmosphäre gelangen. Simulationen zeigen, dass die CO₂-Konzentration dadurch um Dutzende Teile pro Million steigen könnte. Dies bedeutet eine zusätzliche Erwärmung zusätzlich zu dem bereits spürbaren Klimawandel.

Für Spanien liegt die größte Gefahr in Extremen. In Städten wie Sevilla, Murcia und Valencia werden die Sommer bereits jetzt länger und trockener. Eine geschwächte AMOC könnte diese mediterrane Trockenheit weiter verstärken. Gleichzeitig könnten Atlantikstürme heftiger werden.

Spanische Meteorologen haben dieses Muster in den letzten Jahren bereits häufiger während Perioden mit außergewöhnlich warmem Meerwasser beobachtet. Der Tagesrhythmus in Südspanien verschiebt sich dadurch zunehmend in Richtung der Abendstunden, da die Arbeit im Freien zur Mittagszeit schwieriger wird.

Die Niederlande verfolgen die Situation besonders aufmerksam, da steigende Meeresspiegel dort eine direkte Bedrohung darstellen. Spanische Klimaexperten weisen darauf hin, dass Spanien zwar weniger anfällig für extreme Abkühlung ist als Skandinavien, wirtschaftlich jedoch stärker von Wasserknappheit, Ernteausfällen und einem unter Hitzewellen leidenden Tourismus betroffen sein könnte.

Jahrelang fungierte der Ozean als Puffer für menschliche Emissionen. Nun droht dasselbe Meer zu einer neuen Quelle der Erwärmung zu werden. Dies rückt die Warnung aus Nordeuropa für Spanien plötzlich viel näher.

Quelle: Agenturen