Automatische Verlängerung spanischer Mietverträge

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Mit dem neuen königlichen Gesetzesdekret 28/2026 ändert sich die Welt der Wohnraummiete in Spanien grundlegend. Besonders für Mieter und Vermieter, die langfristige Planungssicherheit suchen, bringt die Reform bedeutende Veränderungen. Doch was steckt hinter den neuen Regelungen, und worauf sollten Betroffene achten?

Bislang galt: Ein Mietvertrag lief in der Regel fünf Jahre (bzw. sieben Jahre bei juristischen Vermietern), anschließend waren jährliche Verlängerungen möglich. Mit dem neuen Gesetz verlängern sich Mietverträge künftig nach Ablauf dieser Frist automatisch um jeweils weitere fünf oder sieben Jahre, sofern keine Seite fristgerecht kündigt. Für Vermieter bedeutet dies: Wer die Verlängerung verhindern möchte, muss sechs Monate vor Ablauf kündigen – bislang genügten vier Monate. Mieter haben eine Kündigungsfrist von zwei Monaten.

Kündigt der Vermieter, wird er zur Kasse gebeten: Die Entschädigung für den Mieter entspricht entweder zwölf Monatsmieten laut staatlichem Referenzwert oder einer Monatsmiete pro Jahr Mietdauer – je nachdem, welcher Betrag höher ist. Nur in bestimmten, klar definierten Ausnahmefällen entfällt die Zahlungspflicht, etwa wenn der Vermieter die Wohnung selbst benötigt und diese wirklich bezieht.

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Die Regelungen treten am 15. November in Kraft und gelten für alle Verträge, deren Verlängerung danach ansteht. Bereits laufende Verträge oder Kündigungen vor Inkrafttreten werden nach dem alten Recht behandelt.

Die Reform bringt mehr Rechtssicherheit für Mieter und klare Spielregeln für Vermieter. Dennoch bleibt die Frage der endgültigen Ratifizierung durch den Ständigen Ausschuss abzuwarten. Wer in Spanien zur Miete wohnt oder vermietet, sollte das Ablaufdatum seines Vertrags im Blick behalten und sich mit den neuen Fristen und Pflichten vertraut machen.

Quelle: Agenturen