Befreiung der Balearen-Bewohner von Fahrzeugbeschränkungen?

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Die geplante Gesetzesänderung der Partido Popular (PP) im Parlament der Balearen befasst sich mit einem Thema, das viele Bewohner der Inselgruppe bewegt: die Beschränkungen für Fahrzeuge beim Reisen zwischen den Inseln. Bisher müssen auch Einheimische auf Ibiza und Formentera bestimmte Gebühren entrichten und ihr Fahrzeug registrieren lassen – Vorschriften, die bald auch auf Mallorca und Menorca greifen sollen.

Um Nachteile für die lokale Bevölkerung zu verhindern, setzt sich die PP dafür ein, Binneninsulaner von diesen Einschränkungen und Abgaben zu befreien. Künftig sollen Einheimische neben Touristen und Saisonarbeitern von der Gebühr und Registrierung ausgenommen werden. Für letztere ist vorgesehen, dass sie gegen Vorlage eines Arbeitsvertrags ebenfalls gebührenfrei bleiben, um die Abwicklung zu erleichtern.

Ein weiterer wichtiger Punkt: Fahrzeuge mit ausländischem Kennzeichen, insbesondere von Nichtansässigen, die Wohneigentum auf Mallorca besitzen, dürfen nur noch ein Fahrzeug pro Haushalt registrieren, sofern die Kfz-Steuer vor Ort abgeführt wird. Ziel ist eine spürbare Entlastung der zunehmend beanspruchten Verkehrswege und eine Begrenzung für Miet- und Fremdfahrzeuge. Die jährlichen Obergrenzen für erlaubte Fahrzeuge werden flexibel anhand von Auslastungsstudien angepasst.

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Entscheidend ist, dass die Abwicklung der Formalitäten künftig digital über eine speziell eingerichtete IT-Plattform erfolgt. Für Saisonpersonal ist ein Nachweis des Arbeitsverhältnisses ausreichend, um von Gebühren befreit zu werden. Die Gebühr, die letztlich beim Erwerb des Fährtickets von den Reedereien eingezogen wird, soll voraussichtlich unter 20 Euro liegen.

Die Vorschläge der PP finden bereits Unterstützung bei PSIB und Més und könnten bis Ende des Jahres durch das Parlament gebracht werden. Damit wäre ein Inkrafttreten zur Sommersaison 2027 realistisch. Die Diskussionen sind intensiv, denn nicht alle Parteien – so etwa Vox – sind mit der Fahrzeugbeschränkung einverstanden.

Die Anpassung der Regeln zeigt, wie komplex die Balance zwischen Umweltschutz, Verkehrsentlastung und den Interessen der Inselbewohner ist. Ob das neue Modell auf breite Akzeptanz trifft, bleibt abzuwarten, doch es ist ein wichtiger Schritt in Richtung nachhaltiger Mobilität für die Balearen.

Quelle: Agenturen