Im Juni verzeichnete Spanien erstmals mehr als 22,4 Millionen Erwerbstätige, womit es das drittbeste Juni-Ergebnis dieses Jahrhunderts erreichte. Ein wesentlicher Faktor für diesen Erfolg ist die außerordentliche Legalisierung von Migranten, die für rund zwei Drittel der neuen Arbeitsplätze verantwortlich gemacht wird.
Das spanische Ministerium für Inklusion, Soziale Sicherheit und Migration berichtete, dass im Vergleich zum Mai durchschnittlich 128.500 neue Arbeitsplätze entstanden – ein Rekordwert, der zuletzt in pandemiebedingten Erholungsphasen und bei früheren Migrantenregularisierungen zu beobachten war.
Die außerordentliche Legalisierung endete am 30. Juni, wobei 1,3 Millionen Migranten einen Antrag stellten. Von den neuen Erwerbstätigen im Juni waren 67 Prozent ausländischer Herkunft, was den Anteil im Vergleich zu vorherigen Monaten deutlich erhöht.
Ministerin Yolanda Díaz erläutert, dass die Maßnahme viele Arbeitskräfte aus der Schattenwirtschaft holt und somit sofort in offiziellen Statistiken sichtbar macht. Bereits mit Antragstellung konnten viele Migranten legal arbeiten, was die Beschäftigungszahlen rasch steigen ließ. Die jährliche Wachstumsrate der Beschäftigung liegt nun bei 2,8 Prozent, dem höchsten Wert seit drei Jahren.
Die Zahl der Arbeitslosen sank im Juni um knapp 29.000 Personen auf knapp 2,29 Millionen, erstmals seit 2008 unter 2,3 Millionen. Obwohl dies ein Rückgang ist, ist er verglichen mit früheren Jahren im Juni vergleichsweise moderat. Experten führen dies darauf zurück, dass viele der neu legalisierten Migranten noch nicht sofort eine feste Beschäftigung gefunden haben, was die Arbeitslosenzahlen verzögert beeinflusst. Die Sozialversicherungszahlen zeigen hingegen sofortige Verbesserungen.
Besonders positiv ist die Entwicklung bei der Jugendarbeitslosigkeit, die mit 159.800 Personen unter 25 Jahren einen historischen Tiefstand erreicht hat.
Die Legalisierung von Migranten hat Spanien nicht nur geholfen, einen neuen Beschäftigungsrekord aufzustellen, sondern auch die Integration in den formellen Arbeitsmarkt zu fördern. Während sich die Wirkung auf die Arbeitslosenquote noch etwas verzögert, zeigt sich insgesamt ein stabiler Trend zu mehr Beschäftigung und geringerer Jugendarbeitslosigkeit – ein bedeutender Schritt für die spanische Wirtschaft und Gesellschaft.
Quelle: Agenturen





