Das Marktforschungsinstitut Worldpanel by Numerator veröffentlichte eine umfassende Studie zur Bierpräferenz in den autonomen Regionen Spaniens. Dabei wurden 12.500 Haushalte im gesamten Land, inklusive der Balearen und Kanarischen Inseln, befragt, um herauszufinden, welche Biermarke in welcher Region am beliebtesten ist. Dieses Ergebnis spiegelt nicht nur Kaufverhalten wider, sondern auch regionale Identitäten und kulturelle Vorlieben.
Die Studie zeigt eine deutliche regionale Vielfalt. Mahou San Miguel dominiert in sechs Regionen, darunter Madrid, Kastilien-La Mancha und Navarra. In anderen Regionen sind hingegen starke lokale Marken führend: Andalusien setzt auf Cruzcampo, Katalonien auf Estrella Damm, Galicien und die Balearen auf Estrella Galicia. An der Ostküste, besonders an der Costa Blanca, ist Amstel die bevorzugte Marke, während im Baskenland San Miguel und auf den Kanarischen Inseln Cerveza Tropical dominieren. Diese Bierwahl ist oft ein Teil der regionalen Kultur, ähnlich wie Küche oder Dialekt.
Im Vergleich zum Vorjahr gab es interessante Verschiebungen: Mahou verlor in Kantabrien die Spitzenposition an Amstel, gewann aber in Navarra dazu. Diese Dynamik zeigt, dass Kaufverhalten und Präferenzen nicht immer übereinstimmen – während Worldpanel tatsächlich das Kaufverhalten misst, basieren andere Studien auf subjektiven Lieblingsmarken.
Spanien bleibt eines der größten Bierkonsumländer Europas mit durchschnittlich über fünfzig Litern pro Person jährlich. Dennoch sinkt der Konsum leicht, vor allem bei jungen Menschen, die zunehmend alkoholfreie Biere bevorzugen. Zudem verlagert sich das Trinken vom Barbesuch ins private Zuhause, was den Preis beim Einkauf wichtiger macht. Trotz steigender Lebensmittelpreise können kluge Käufer bei Supermärkten wie Mercadona oft günstige Angebote finden.
Diese Studie zeigt, wie Bier nicht nur ein Getränk, sondern auch ein Ausdruck regionaler Identität und sich wandelnder Konsumtrends in Spanien ist.
Quelle: Agenturen





