Die mallorquinische Gemeinde Calvià hat sich zur exklusivsten Adresse für Wohnimmobilien in ganz Spanien entwickelt. Mit einem durchschnittlichen Kaufpreis von 981.485 Euro führt sie die nationale Rangliste der Städte mit mehr als 20.000 Einwohnern eindrucksvoll an.
Wie das nationale Institut für Statistik (INE) mitteilte, übertrifft Calvià nicht nur die wohlhabenden Vororte Madrids, wie Pozuelo de Alarcón (907.270 Euro), sondern auch Hotspots auf den Balearen, etwa Santa Eulària des Riu auf Ibiza (888.800 Euro). Diese Preise spiegeln vor allem die starke Nachfrage nach Immobilien in begehrten Urlaubsregionen wider, wo Lifestyle und Lebensqualität einen hohen Stellenwert haben.
Beeindruckend ist auch die Entwicklung in benachbarten Gemeinden: Marratxí, ebenfalls auf Mallorca, erlebte seit 2013 mit einem Preisanstieg von 179,6 % einen der höchsten Wertzuwächse Spaniens – nur übertroffen von Tías auf Lanzarote (180,6 %).
Doch neben dem Immobilienboom gibt es auch Herausforderungen. So weist Calvià laut INE eine Kriminalitätsrate von 88 Straftaten pro tausend Einwohner auf und belegt damit Platz elf im nationalen Vergleich. Sant Josep de sa Talaia (100,3) und Eivissa (85,6) zeigen, dass hohe Immobilienwerte häufig mit gesellschaftlichen Spannungen einhergehen können.
Auch die Mietpreise liegen in den Spitzenregionen: Sant Josep de sa Talaia erreicht 1.211 Euro monatlich für Erstwohnsitze und platziert sich landesweit auf Rang sechs, dicht gefolgt von Santa Eulària des Riu mit 1.163 Euro.
Der Trend zeigt: Die Balearen sind nicht nur beliebte Urlaubsorte, sondern entwickeln sich auch zu den teuersten Wohngegenden Spaniens – mit allen Chancen und Herausforderungen, die daraus erwachsen.
Quelle: Agenturen





