Der Eukalyptus-Baum vertreibt die Vogelwelt

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In Galicien, einer Region im Nordwesten Spaniens, hat der Eukalyptus-Baum eine verheerende Wirkung auf die heimische Vogelwelt. Ursprünglich in den 1960er Jahren eingeführt, um die schnell wachsende Holzindustrie zu unterstützen, bedeckt der Eukalyptus heute mehr als 30 Prozent der Wälder dort. Doch dieser Baum ist mehr als nur ein wirtschaftlicher Rohstoff – er verändert die Natur dramatisch und verdrängt zahlreiche Vogelarten.

Forscher der Universität Santiago de Compostela und des spanischen Instituts CSIC untersuchten den Einfluss des Eukalyptus im Naturpark Fragas do Eume. Ihr Befund ist alarmierend: Wo Eukalyptus wächst, verschwinden Vögel fast vollständig. Der Grund dafür liegt in den chemischen Stoffen, die der Baum absondert und die das Wachstum anderer Pflanzen hemmen. Ohne vielfältige Pflanzen fehlt es an Insekten, der Hauptnahrungsquelle vieler kleiner Waldvögel wie Schwanzmeise, Goldhähnchen und Fink. Zudem werden alte Höhlenbäume, die Spechte und Kleiber für ihre Brut benötigen, durch den schnellen Holzeinschlag des Eukalyptus nicht alt genug.

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Trotz der negativen ökologischen Folgen bleibt der Eukalyptus weitgehend erhalten. Ein Versuch der spanischen Regierung im Jahr 2017, den Baum als invasive Art einzustufen, scheiterte am Widerstand der Holzindustrie. Hinzu kommt, dass Eukalyptus besonders leicht entflammbar ist – ein heikles Thema nach den verheerenden Waldbränden, die Galicien 2025 heimsuchten.

Der Eukalyptus in Galicien steht exemplarisch für das Dilemma zwischen wirtschaftlichem Nutzen und Naturschutz. Er zeigt, wie invasive Arten ganze Ökosysteme bedrohen können, indem sie die Artenvielfalt drastisch reduzieren. Für die Zukunft bleibt die Herausforderung, Wege zu finden, die Natur zu schützen, ohne die wirtschaftlichen Interessen gänzlich zu vernachlässigen.

Quelle: Agenturen