Am Ufer des Traunsees wird ein Toter gefunden. Es ist ein grauenvoller Anblick, denn der Mörder hat dem Mann die Beine abgeschnitten. Außerdem hat er für Chefinspektorin Lotta Meinich vom LKA Linz eine Nachricht hinterlassen: „Lügen haben kurze Beine“. Lotta weiß zunächst nicht, wo sie ansetzen soll, denn der Tote war Anwalt und Lokalpolitiker und hat sich nicht nur Freunde gemacht. Lottas Vater, Chefinspektor im Ruhestand, entdeckt im OÖ. Tagblatt einen Hinweis darauf, dass der Täter bald erneut zuschlagen wird. Doch wo und wann?
Eva Reichl
Eva Reichl wurde in Oberösterreich geboren und lebt mit ihrer Familie im Mühlviertel. Schon früh entdeckte sie ihre Leidenschaft für kreative Ausdrucksformen und hat vieles ausprobiert. Glas- und Materialkunst, Malen. Geblieben ist das Schreiben, da Worte kraftvoll sind und eigene Welten erschaffen können. Mit ihrer Mühlviertler Krimiserie mit Chefinspektor Oskar Stern und den Thrillern rund um Diana Heller verwandelt sie ihre Heimat in einen Tatort. Im Jahr 2025 startete Reichl zudem eine neue Krimiserie mit Chefinspektorin Lotta Meinich und deren Vater Gustav, einem Chefinspektor im Ruhestand, und weitete damit ihr mörderisches Schaffen auf ganz Oberösterreich aus.
Lesermeinung
Eva Reichls “Drei Leichen zum Frühstück” ist ein fesselnder Auftakt einer neuen Krimireihe, der den Leser direkt in die Ermittlungen hineinzieht. Chefinspektorin Lotta Meinich und Gruppeninspektor Daniel Prischko werden zu einem Tatort am Traunsee gerufen, wo eine grausam zugerichtete Leiche mit einer kryptischen Botschaft gefunden wird: “Lügen haben kurze Beine”.
Dieser Fund markiert den Beginn einer spannenden Jagd nach dem Täter. Parallel zu den Ermittlungen kümmert sich Lotta um ihren verwitweten Vater Gustav, einen pensionierten Chefinspektor, der sich mit Eifer in die Fälle seiner Tochter einmischt und dabei auch mal die Grenzen überschreitet.
Als weitere Leichen mit rätselhaften Sprichwörtern auftauchen, müssen Lotta, Daniel und Gustav die Puzzleteile zusammensetzen, um die Wahrheit ans Licht zu bringen.
Reichls Krimi zeichnet sich durch ein gelungenes Zusammenspiel der Charaktere aus. Lotta und Daniel ergänzen sich hervorragend, und das Zusammenspiel zwischen Tochter und Vater sorgt für humorvolle und berührende Momente. Die Geschichte ist von Anfang bis Ende spannend inszeniert, mit einem stetig steigenden Spannungsbogen, der den Leser bis zum überraschenden Ende fesselt.
Trotz der grausamen Verbrechen liest sich der Krimi flüssig und angenehm. Besonders hervorzuheben ist das hohe Tempo der Erzählung, das keine Langeweile aufkommen lässt. Die Schauplätze in Oberösterreich, darunter Linz, Bad Schallerbach und Steyregg, sind authentisch und tragen zur Atmosphäre bei. Insgesamt ist “Drei Leichen zum Frühstück” ein gelungener Reihenauftakt mit einem sympathischen Ermittlerduo und vielen spannenden Wendungen, der eine klare Leseempfehlung verdient.





