Der Kreml hat keine Einwände gegen die Wiederaufnahme der Friedensverhandlungen zwischen Russland und der Ukraine unter Vermittlung der Vereinigten Staaten, wie es der Sonderbeauftragte des Weißen Hauses, Jared Kushner, am Vortag vorgeschlagen hatte, erklärte heute (07.09.2026) der Sprecher des russischen Präsidenten, Dmitri Peskow.
„Was die Wiederaufnahme des dreiseitigen Formats angeht, habt ihr bereits gestern die Erklärungen in Kiew gehört. Sie stammen von Herrn Kushner. Wir schließen die Wiederaufnahme dieses dreiseitigen Formats nicht aus“, bekräftigte er während seiner täglichen Telefonpressekonferenz und wies darauf hin, dass „es verfrüht ist, über Ort und Zeitpunkt“ dieser Gespräche zu sprechen.
Peskov wies darauf hin, dass die russische Seite noch keine Informationen über die Ergebnisse der Gespräche von Jared Kushner und Steve Witkoff in Kiew hat, schloss jedoch nicht aus, „dass ein Gespräch zwischen den Präsidenten (Russlands und der USA) über die Ergebnisse der Reise der US-Verhandlungsführer stattfinden könnte“.
Der Kreml-Sprecher versicherte der Presse, dass er mitteilen werde, wann dieses Gespräch stattfinden werde, falls es zustande komme. „Jeder noch so kleine Versuch ist immer ein kleiner Schritt in Richtung Frieden. Und wir schätzen die Friedensbemühungen der US-Gesandten wirklich sehr“, erklärte er.
Er erinnerte daran, dass der russische Präsident, Wladimir Putin, „gesagt hat, dass er die Bemühungen des US-Präsidenten Donald Trump sehr schätzt und ihm für sein Engagement für den Frieden dankt“.
Kushner und Witkoff besuchten am Sonntag die ukrainische Hauptstadt, nachdem sie sich am Samstag in Moskau mit Putin und anderen Verhandlungsführern des Kremls getroffen hatten. Nach ihrem Treffen mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj vereinbarten sie, in den kommenden Wochen erneut zusammenzukommen, um nach neuen Wegen zu suchen, den Friedensprozess voranzubringen.
Neben den bei solchen Treffen üblichen Gesprächen darüber, wie der Krieg beendet werden kann und welche Sicherheitsgarantien und wirtschaftlichen Garantien die Ukraine bei Unterzeichnung des Friedensvertrags erhalten könnte, sprach Selenskyj mit den Gesandten Trumps und seinen europäischen Partnern über die Hilfe, die das Land im Hinblick auf den kommenden Winter erhalten könnte.
Weder Selenskyj noch die beiden US-Verhandlungsführer gaben konkrete Vereinbarungen mit Russland bekannt nach dieser Gesprächsrunde von Kushner und Witkoff in Moskau und Kiew
Quelle: Agenturen




