Islamabad geht an diesem Dienstag (21.04.2026) in den dritten Tag der Ungewissheit und der totalen Sicherheitssperre, wobei die logistische Infrastruktur bereit ist für eine Last-Minute-Entscheidung des Iran über seine ungewisse Teilnahme am Dialog, während der Waffenstillstand mit den Vereinigten Staaten in seine letzten 24 Stunden geht.
Die „Rote Zone“, das Hochsicherheitsgebiet, in dem sich Botschaften und Regierungsgebäude befinden, bleibt für den Verkehr gesperrt, die Schulen sind geschlossen und der öffentliche Nahverkehr eingestellt. Das Serena-Hotel, Schauplatz der ersten Gesprächsrunde am 11. April, ist vollständig geräumt und steht unter militärischer Bewachung.
Obwohl die Vorbereitungen bereits am vergangenen Sonntag begannen und die US-Vorausabteilungen sich bereits in der Region befinden, bleibt die Ungewissheit bestehen, ob die hochrangigen Delegationen letztendlich in Pakistan landen werden. Obwohl Präsident Donald Trump am Montag erklärte, Vizepräsident JD Vance sei bereits unterwegs, haben Quellen aus dem Vizepräsidentenamt und US-Medien präzisiert, dass die Abreise der Delegation, zu der auch Jared Kushner und Steve Witkoff erwartet werden, für heute, Dienstag, geplant ist.
Aus dem Iran warnte der iranische Parlamentspräsident Mohamad Baqer Qalibaf am Dienstag, sein Land akzeptiere keine „Verhandlungen im Schatten von Drohungen“.
Qalibaf, der die Delegation aus Teheran bei den vorherigen Gesprächen mit den Vereinigten Staaten leitete, prangerte Verstöße gegen den Waffenstillstand durch die USA und deren Seeblockade der iranischen Häfen an und versicherte zudem, dass der Iran angesichts einer möglichen Wiederaufnahme der Feindseligkeiten neue Strategien vorbereite.
Obwohl hochrangige iranische Vertreter am Wochenende versicherten, die Gespräche mit Washington würden fortgesetzt, dämpfte der iranische Außenministeriumssprecher Ismail Bagaei am Montag die Erwartungen, indem er erklärte, der Iran habe keine Pläne, daran teilzunehmen. Die Vermittlung durch Islamabad versucht, einen Prozess zu retten, der durch Differenzen über das Atomprogramm, die Lockerung der Sanktionen und die Kontrolle der Straße von Hormus blockiert ist.
Die Spannungen auf dieser kritischen Energieroute eskalierten am Sonntag nach der Aufbringung eines iranischen Frachters durch einen US-Zerstörer – ein Vorfall, der die Lage vor dem Auslaufen der Waffenruhe am Mittwoch, dem 22. April, weiter verschärft hat.
Quelle: Agenturen




