Die Arbeitsbedingungen von Zimmermädchen und anderen Beschäftigten in der Hotelbranche stehen seit Jahren im Fokus sozialpolitischer Debatten. Auf Ibiza hat sich Francina Armengol, Generalsekretärin der PSIB-PSOE und Spitzenkandidatin für die Balearen, ausdrücklich für die gesetzliche Anerkennung von Berufskrankheiten bei Zimmermädchen sowie für die Möglichkeit einer vorzeitigen Rente stark gemacht.
Armengol betont die entscheidende Bedeutung dieser Fachkräfte für das Funktionieren der Hotelwirtschaft: Ohne den oft unsichtbaren, aber unverzichtbaren Einsatz der Zimmermädchen sei die hohe Produktivität der Hotels auf den Balearen nicht denkbar. Im direkten Austausch mit betroffenen Arbeitnehmerinnen schilderte sie deren Realität: Viele gehen mit schweren gesundheitlichen Schäden in den Ruhestand – eine Situation, die laut Armengol ungerecht und nicht hinnehmbar ist.
Während ihrer Zeit als Regionalpräsidentin wurde das erste Tourismusgesetz Spaniens vorangetrieben, das höhenverstellbare Hotelbetten als Standard vorschreibt – eine Maßnahme, die darauf abzielt, Berufskrankheiten vorzubeugen. Armengol kritisiert, dass diese Vorschrift bislang zu wenig umgesetzt wird und ruft zu konsequenter Einhaltung sowie zu weiteren Entlastungsmaßnahmen auf, um menschenwürdige Arbeitsbedingungen zu gewährleisten.
Die Forderungen sind klar: Gesetzliche Anerkennung berufsspezifischer Leiden und ein gerechter Vorruhestand für ein Berufsbild, das körperlich extrem belastend ist. Armengol appelliert an Politik und Gesellschaft, den Zimmermädchen nach einem arbeitsreichen Leben einen Ruhestand ohne anhaltende gesundheitliche Einschränkungen zu ermöglichen. Zusätzlich plädiert sie für breite Unterstützung des Generalstreiks am 11. November und mahnt vor drohenden sozialen Einschnitten durch Privatisierungspläne im Rentensystem.
Die Debatte um Arbeitsbedingungen, Würde und soziale Gerechtigkeit bleibt damit ein zentrales Thema in den aktuellen Wahlkämpfen auf den Balearen – und verdeutlicht, wie sehr sich Gesellschaft und Politik für die oft übersehenen Kräfte des Alltags stark machen müssen.
Quelle: Agenturen





