Der weltgrößte Ölkonzern, Saudi Aramco, hat kürzlich seine Mitarbeiter angewiesen, den Hauptsitz im saudischen Dhahran zu verlassen und ins Homeoffice zu wechseln. Dies ist eine direkte Reaktion auf die wachsende Instabilität in der Region, die durch einen tödlichen Angriff auf den nahegelegenen Flughafen von Dammam und jüngste Vorfälle rund um iranisch-jemenitische Konflikte ausgelöst wurde.
Besonders bemerkenswert ist, dass dies das erste Mal seit Ausbruch des aktuellen Konflikts mit dem Iran ist, dass eine so weitreichende Maßnahme ergriffen wird. Laut vertraulichen Quellen wurde der Hauptsitz Anfang des Monats bereits Ziel eines schweren Angriffs durch die mit dem Iran verbündeten Huthi-Rebellen. Dabei breitete sich ein Feuer über mehrere Stockwerke aus und verursachte erhebliche Schäden. Trotz dieser drastischen Entwicklung hat sich Aramco bisher nicht öffentlich geäußert.
Der Standort in Dhahran spielt eine Schlüsselrolle in der Überwachung und Steuerung eines riesigen Netzes von Ölplattformen, Raffinerien und Pipelines. Die aktuelle Unsicherheit wurde durch mehrere Attentate verstärkt: Neben dem Angriff auf den Flughafen Dammam kam es am selben Tag zu einem weiteren versuchten Angriff mit Drohnen auf das entfernte Shaybah-Ölfeld. Die saudischen Behörden haben darauf mit einer militärischen Gegenoffensive und verstärkten Verteidigungsmaßnahmen reagiert.
Die Evakuierung des Hauptsitzes markiert einen Wendepunkt in der Sicherheitsbewertung von Unternehmen in Krisengebieten. Wie sich diese Entwicklungen auf die regionale Stabilität, die Ölpreise und die internationale Wirtschaft auswirken, bleibt abzuwarten. Klar ist jedoch: Die Lage am Golf bleibt angespannt, und jedes Signal aus der Region wird weltweit aufmerksam verfolgt.
Quelle: Agenturen





