Die anhaltende Hitzewelle in Europa trifft nicht nur Menschen, sondern hat auch gravierende Auswirkungen auf die Tierwelt – besonders auf die schwarzen Schweine Mallorcas, das sogenannte „Porc Negre“. Diese Schweinerasse ist das einzige einheimische Schwein der Insel und gilt als Kulturgut, dessen Erhalt jetzt durch die extremen Temperaturen gefährdet ist.
Der Verband der Schweinezüchter der PIMEM warnt eindringlich vor den Folgen der anhaltenden Hitze: Die Sterblichkeit der Tiere ist deutlich gestiegen, und die Fortpflanzung leidet massiv. Während der reguläre Zuchtzyklus zunehmend schwer aufrechtzuerhalten ist, haben sich die Todesfälle bei den Schweinen bereits bis Ende Juni auf ein Niveau erhöht, das höher ist als die Gesamtzahl der Todesfälle im gesamten Jahr 2025.
Toni Mestre, Präsident des PIMEM-Verbands, führt die dramatische Entwicklung auf die plötzlichen und extremen Temperaturanstiege zurück. Viele Tiere, insbesondere solche mit Vorerkrankungen oder schwacher Konstitution, können diese Bedingungen nicht überstehen. Mestre berichtet sogar, dass er in den letzten sechs Monaten mehr Zuchtsauen durch Hitzeeinwirkung verloren hat als im gesamten Vorjahr.
Doch die Probleme gehen über die erhöhte Sterblichkeit hinaus: Die Hitze beeinträchtigt auch die Entwicklung der Ferkel und stört die Zucht insgesamt. Besonders kritisch ist die Kombination aus hohen Temperaturen und den längsten Tagen des Jahres, die zusammen die Gesundheit der Tiere und den Zuchterfolg stark belasten.
Diese Entwicklung zeigt eindrücklich, wie der Klimawandel und extreme Wetterlagen direkte Folgen für Landwirtschaft und Kulturgüter haben können. Die Zukunft des „Porc Negre“ auf Mallorca hängt maßgeblich davon ab, ob geeignete Maßnahmen zum Schutz der Tiere gegen die zunehmende Hitze ergriffen werden.
Quelle: Agenturen




