Die Insel Mallorca ist reich an kulturellen Schätzen, doch einige ihrer Traditionen sind besonders tief im kollektiven Bewusstsein verankert. Ein herausragendes Beispiel dafür sind die Feste der Beata in Palma, Valldemossa und Santa Maria, die der Verehrung der Heiligen Catalina Tomàs gewidmet sind. Diese Feste und die traditionellen Umzüge wurden nun offiziell als immaterielles Kulturgut anerkannt.
Mit dem einstimmigen Beschluss des Consell de Mallorca wurde ein Prozess abgeschlossen, der seit Oktober lief und auf den Schutz einer der symbolträchtigsten Traditionen der Inselkultur abzielt. Die drei Feste teilen denselben historischen und religiösen Ursprung, bewahren jedoch jeweils eigene, unverwechselbare Elemente. Grundlage für die Anerkennung bildet eine fundierte Studie des Historikers Gabriel Carrió, der insbesondere die künstlerische, musikalische und gesellschaftliche Bedeutung der Feiern unterstreicht.
Die Entscheidung fällt in eine Woche, in der der Triumphwagen der Santa Catalina Tomàs durch Palma zieht – ein lebendiges Zeichen für die Verwurzelung dieser Bräuche. Es ist die dritte Auszeichnung dieser Art seit Gründung des Beirats für immaterielles Kulturerbe im Jahr 2025, dem namhafte Experten wie Juan José Soler Martínez und Caterina Valriu Llinàs angehören. Bereits zuvor wurden die Handarbeitstechnik der „neules calades“ und die „mallorquinischen Rondalles“ unter Schutz gestellt.
Parallel dazu wird die Wiederbelebung der „Bous de Costitx“ vorangetrieben: Eine neu eingerichtete Kommission koordiniert den geplanten Transport der wertvollen Stierfiguren vom Nationalen Archäologischen Museum nach Mallorca. Ziel ist es, diese bedeutenden Kulturgüter im Rahmen einer engen Zusammenarbeit dauerhaft auf der Insel zu präsentieren und ihren Erhalt langfristig zu sichern.
Mit diesen Maßnahmen sendet Mallorca ein starkes Signal für den Schutz und die Wertschätzung seines immateriellen Erbes – und beweist, dass Tradition nicht nur gepflegt, sondern aktiv gelebt und weiterentwickelt wird.
Quelle: Agenturen





