Flammen bedrohen das historische Kloster San Juan de la Peña in Huesca

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In der Provinz Huesca sind die Klöster von San Juan de la Peña durch einen verheerenden Waldbrand akut gefährdet. Das Feuer, das seit Montag (10.08.2026) bei Las Peñas de Riglos wütet, erreichte am Mittwoch die bedeutenden historischen Stätten und stellte die Wiege des Königreichs Aragón vor eine existenzielle Bedrohung.

Zwischen 13 und 17 Uhr standen sowohl das Alte als auch das Neue Kloster “ernsthaft in Gefahr, zu verschwinden”, wie Roberto Bermúdez de Castro, der regionale Finanz- und Innenminister, berichtete. Die Flammen griffen an den oberen Teilen des Alten Klosters sowie im Bereich des Neuen Klosters um sich, wo sich heute ein Hotel und ein Besucherzentrum befinden. Aufgrund der rasanten Ausbreitung des Feuers zogen sich die Löschmannschaften zeitweise zurück, um ihre Sicherheit zu gewährleisten.

Die spanische Armee reagierte schnell: Spezialeinheiten der Unidad Militar de Emergencias (UME) drangen ins Alte Kloster vor, um kostbare Artefakte und die sterblichen Überreste der ersten aragonesischen Könige, darunter Ramiro I., zu bergen. Die historische Bausubstanz blieb dabei weitgehend unversehrt, einzig die aufgebrochene Tür stellt den größten Schaden dar.

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Durch ein technisches Gegenfeuer vor dem Neuen Kloster gelang es den Einsatzkräften, die Brandintensität zu mindern und eine Ausweitung auf den Komplex zu verhindern. Nachtwachen sollen zudem einen erneuten Aufflammen durch wechselnde Windverhältnisse verhindern.

Das Kloster gilt als symbolische Wiege des Königreichs Aragón und blickt auf eine Geschichte seit dem 10. Jahrhundert zurück. Das Alte Kloster, unter einem mächtigen Felsen erbaut, beherbergt bedeutende vorromanische Architektur, Fresken aus dem 12. Jahrhundert sowie einen in den Berg gehauenen romanischen Kreuzgang. Einer Legende zufolge wurde hier einst der Heilige Gral aufbewahrt. Nach einem Brand im Jahr 1675 entstand das Neue Kloster, das heute als historisches Museum dient.

Die Klöster sind von einem geschützten Landschaftsgebiet umgeben, das etwa 9.500 Hektar Bergwald umfasst und Lebensraum für Greifvögel wie Bart- und Gänsegeier bietet. Dieser Brand ist Teil einer besorgniserregenden Waldbrand-Saison in Spanien, das in diesem Jahr bereits mehr als 120.000 Hektar Wald verloren hat. Die Regeneration solcher verbrannten Landschaften ist ein langwieriger Prozess, der für die Region eine große Herausforderung darstellt.

Die Ereignisse bei San Juan de la Peña unterstreichen die Dringlichkeit, Kulturerbe und Natur in Zeiten zunehmender klimatischer Extreme wirksam zu schützen.

Quelle: Agenturen