Flughafen Eindhoven verabschiedet sich von Ryanair

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Die irische Billigfluggesellschaft Ryanair hat am Flughafen Eindhoven, einem beliebten Abflugort für Reisende aus dem deutschen Grenzgebiet nach Mallorca, zwei historische Landerechte verloren.

Diese Maßnahme erfolgte aufgrund wiederholter Verspätungen auf zwei bestimmten Strecken während der Sommermonate. Laut dem Slot-Koordinator Airport Coordination Netherlands (ACNL) betraf dies Flüge aus Sofia am Montagabend und aus Pisa am Donnerstagabend. Diese Flüge kamen fast wöchentlich etwa eine Stunde nach der geplanten Ankunftszeit an, was zu nachfolgenden Abflugverspätungen führte.

Insgesamt dokumentierte ACNL über dreißig Verstöße innerhalb von drei Monaten. Der Entzug von Zeitnischen, also dem Recht, zu einer bestimmten Zeit zu landen oder zu starten, stellt eine seltene Sanktion dar. Zeitnischen sind für Fluggesellschaften von großer Bedeutung, da sie die Grundlage ihrer gesamten Netzwerkplanung bilden.

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Die Tatsache, dass der Koordinator nun tatsächlich Zeitnischen entzieht, ist ungewöhnlich. ACNL gab an, dass solche Angelegenheiten normalerweise durch Gespräche gelöst werden, dies aber in diesem Fall nicht möglich war.

Das Gericht in Haarlem bestätigte die Rechtmäßigkeit des Vorgehens von ACNL. Das Verfahren sei ordnungsgemäß durchgeführt worden, eine Verwarnung sei bereits im Juni ausgesprochen und die Sanktion im August verhängt worden. Die betroffenen historischen Slots stehen nun Wettbewerbern wie Transavia oder Wizz Air zur Verfügung. Ryanair reagierte mit Kritik und bezeichnete die Entscheidung als „beispiellos, irrational und unverhältnismäßig“. Die Fluggesellschaft hat sowohl bei der Europäischen Kommission als auch beim niederländischen Gericht Berufung eingelegt.

Ryanair argumentiert, dass ACNL Fluggesellschaften bereits für „ATC-bedingte Verspätungen von nur fünfzehn Minuten“ bestraft und dass solche Toleranzgrenzen an anderen europäischen Flughäfen deutlich höher seien.

Für Reisende bedeutet diese Sanktion nicht, dass Ryanair den Flughafen Eindhoven verlässt. Die Fluggesellschaft bleibt ein wichtiger Akteur und führt weiterhin zahlreiche Flüge pünktlich durch. Allerdings müssen die Strecken nach Sofia und Pisa entweder zu anderen Zeiten geplant oder vorübergehend aus dem Sommerflugplan 2026 gestrichen werden. Die genauen Auswirkungen auf Anschlussflüge, einschließlich Verbindungen nach Mallorca, sind derzeit noch unklar.

Kurzfristig ändert sich für Mallorca-Reisende nichts, da Ryanair derzeit zweimal wöchentlich zwischen Mallorca und Eindhoven verkehrt. Diese Frequenz wird ab Ende März wieder auf viermal pro Woche erhöht.

Quelle: Agenturen