Die diesjährige Impfkampagne auf den Balearen bringt bedeutende Neuerungen mit sich. Ziel ist es, den Schutz der Bevölkerung vor Atemwegsviren deutlich zu erhöhen – insbesondere für Risikogruppen, aber auch für die gesamte Gemeinschaft.
Der Startschuss fällt am 5. Oktober für besonders gefährdete Gruppen: Dazu zählen Kinder in der zweiten Vorschulstufe, Bewohner von Seniorenheimen, Menschen mit Behinderung sowie Patienten in häuslicher Pflege. Ab dem 19. Oktober steht die Impfung dann allen Bewohnern der Inseln offen, unabhängig von Vorerkrankungen. Insgesamt wurden 289.090 Impfstoffe für die 687.544 Bürger der Balearen beschafft.
Besonders hervorzuheben ist die Einführung des RSV-Impfstoffs für Menschen ab 70 Jahren und andere Gefährdete. Das Respiratorische Synzytial-Virus kann bei älteren Erwachsenen schwere Erkrankungen verursachen – entsprechend wichtig ist diese Prävention. Zudem bleibt der COVID-Impfstoff weiterhin Teil des Angebots.
Die Impfungsempfehlung für Kinder wurde ausgeweitet: Nun werden Kinder von 6 Monaten bis 11 Jahren geimpft – eine Maßnahme, um die Übertragung des Virus einzudämmen, da Kinder als Hauptüberträger gelten. Je nach Altersgruppe erfolgt die Verabreichung entweder durch Injektion oder als Nasenspray.
Ein besonderes Augenmerk liegt auf den Schulen, wo mit einem Budget von rund 400.000 Euro in 351 Bildungseinrichtungen gezielt die zweite Vorschulstufe erreicht werden soll. Die Zustimmung der Eltern ist dabei entscheidend, um eine möglichst hohe Impfquote zu erzielen.
Das ehrgeizige Ziel: Bis zum 15. Dezember sollen möglichst viele Menschen geimpft werden, damit Risikogruppen und ihre Angehörigen vor dem erwarteten Anstieg der Grippefälle bestmöglich geschützt sind. Die diesjährige Kampagne setzt damit neue Maßstäbe im öffentlichen Gesundheitsschutz und könnte als Vorbild für kommende Jahre dienen.
Quelle: Agenturen



