Am Sonntag, dem 28. Juni, erlebt Spanien eine ausgeprägte Wetterlage mit heftigen Gewittern, die mehr als die Hälfte des Landes betreffen. Besonders der Nordosten Spaniens ist von starken Hagel- und Windböen sowie Starkregen betroffen, was zu orangen Warnstufen führt. Diese Unwetterphase ist das Ergebnis einer instabilen Atmosphäre, verstärkt durch ungewöhnlich warme Meeresoberflächen und die vorangegangene Hitzeperiode.
Eine Tiefdruckrinne zieht über das Festland und treibt die Gewitterkerne vom Südwesten zum Nordosten. Im Zentrum des Geschehens, zwischen Zaragoza, Navarra, La Rioja und dem Iberischen Gebirge, erwarten Meteorologen Windböen von über 80 km/h und große Hagelkörner. Innerhalb kurzer Zeit können dort mehr als 30 Liter Regen pro Quadratmeter fallen, begleitet von Sturzfluten und sogar vereinzelten Wirbelstürmen. Die dynamischen Wetterbedingungen fördern die Entstehung gefährlicher konvektiver Strukturen wie Superzellen.
Dieses Wetterphänomen folgt einer intensiven Hitzewelle, bei der Temperaturen bis zu 44 Grad erreicht wurden. Die gespeicherte Wärme wirkt nun als Motor für die Gewitter, da warme, feuchte Luft schnell aufsteigt und auf kältere Luftschichten trifft. Dieses typische Sommermuster in Spanien zeigt, wie nah extreme Hitze und starke Gewitter beieinanderliegen können.
Am Montag, dem 29. Juni, kehrt die Hitze in weiten Teilen Spaniens zurück, vor allem im Süden, Südosten, Nordosten und auf den Balearen, wo Temperaturen von 34 bis 38 Grad erwartet werden. Im Norden bleibt das Wetter wechselhaft mit vereinzelten Schauern und Gewittern, besonders in Gebirgsregionen. Meteorologen warnen, dass ab Dienstag eine neue Hitzewelle möglich ist, auch wenn dies noch nicht offiziell bestätigt wurde.
Diese Wetterlage verdeutlicht die starke Dynamik des spanischen Sommers, in dem sich Hitze und Gewitter oft abrupt abwechseln und für dramatische Wetterereignisse sorgen können.
Quelle: Agenturen





