Die Immobilienpreise in Spanien setzen ihren Aufwärtstrend fort, auch wenn das Wachstum im zweiten Quartal 2026 erstmals seit anderthalb Jahren leicht nachlässt. Offizielle Zahlen des spanischen Statistikamtes zeigen, dass die Preise landesweit im Vergleich zum Vorjahr um 12 Prozent gestiegen sind – ein bemerkenswerter Wert, der seit sechs Quartalen in Folge über der 12-Prozent-Marke liegt.
Dieser langfristige Preisanstieg hält bereits seit 45 Quartalen an, also seit dem Jahr 2014, und wird vor allem durch den Gebrauchtimmobilienmarkt getragen. Während die Preise für gebrauchte Wohnungen um 13 Prozent zulegten, zeigt der Neubaubereich mit einem Anstieg von 7,5 Prozent eine deutliche Abkühlung. Im Vergleich zum ersten Quartal 2026 stiegen die Preise vor allem auf dem Gebrauchtwohnungsmarkt um 4 Prozent, was den höchsten Quartalssprung seit einem Jahr markiert.
Regional betrachtet verzeichnet die autonome Stadt Ceuta mit einem Plus von 15,2 Prozent die stärksten Preisanstiege, gefolgt von Asturien, Kastilien und León sowie Aragón. Auch die Balearen und Madrid liegen deutlich über dem nationalen Durchschnitt. Im Gegensatz dazu liegen Regionen wie Andalusien, die Kanarischen Inseln und Katalonien mit Preissteigerungen knapp über der Zehn-Prozent-Marke.
Die Hauptursache für den anhaltenden Preisanstieg ist das begrenzte Angebot an verfügbaren Wohnungen bei gleichzeitig steigender Nachfrage. Besonders junge Menschen und Haushalte mit geringeren finanziellen Mitteln spüren die Herausforderungen beim Erwerb von Wohneigentum. Das Bewertungsinstitut Tinsa bestätigt diese Entwicklung mit einem Rekordanstieg der Preise von 15,2 Prozent im zweiten Quartal, dem stärksten Wert seit der Immobilienblase Mitte der 2000er Jahre.
Ab 2026 wird zudem das Basisjahr für den Preisindex von 2015 auf 2025 umgestellt, um die Vergleichbarkeit mit europäischen Standards zu verbessern. Trotz der leichten Verlangsamung bleibt der spanische Immobilienmarkt somit weiterhin dynamisch und zeigt keine Anzeichen einer nachhaltigen Trendwende.
Quelle: Agenturen





