Das ehemalige Gefängnis von Palma auf Mallorca wird zu einem wegweisenden Coliving-Projekt umgestaltet, das gezielt medizinischem Personal, Polizisten, Forschern und Hochschuldozenten temporäre und langfristige Wohnmöglichkeiten bietet. Diese Initiative verbindet die Sanierung eines historischen Gebäudes mit moderner Wohnraumgestaltung und fördert eine flexible, öffentlich verwaltete Wohnform.
Auf dem 11.792 Quadratmeter großen Gelände entstehen insgesamt 139 Wohnungen, verteilt auf drei Etagen. Dabei wird lediglich die Außenstruktur inklusive der Wachtürme abgerissen, während der Großteil des Gebäudes erhalten und renoviert wird. Das Wohnangebot gliedert sich in 50 Kurzzeitwohnungen – vorwiegend Einzelapartments zwischen 16 und 22 Quadratmetern – sowie 89 Langzeitwohnungen, die von Einzel- über größere Wohnungen bis hin zu familienfreundlichen Einheiten mit über 40 Quadratmetern reichen.
Das Projekt sieht außerdem vielfältige Gemeinschaftsbereiche vor, darunter eine zentrale Waschküche, Fitnessraum, Veranstaltungs- und Tagungsräume, einen Speisesaal, Lagerräume und sogar ein Schwimmbad. Diese Einrichtungen sollen die Lebensqualität der Bewohner erhöhen und ein soziales Miteinander fördern. Mehr als 5.000 Quadratmeter Freiflächen mit Gärten und Terrassen ergänzen das Ensemble.
Bürgermeister Jaime Martínez betont, dass es sich um ein Pionierprojekt auf kommunaler und nationaler Ebene handelt, welches durch eine öffentliche Verwaltung und ein noch festzulegendes Mietmodell getragen wird. Die geplanten Bauarbeiten sollen nach Ausschreibung innerhalb von 18 Monaten abgeschlossen sein.
Mit diesem Projekt entsteht nicht nur dringend benötigter Wohnraum für wichtige Berufsgruppen, sondern auch ein innovatives Modell für gemeinschaftliches Wohnen in Palma. Es zeigt, wie historische Bausubstanz sinnvoll und nachhaltig umgenutzt werden kann, um aktuelle soziale Herausforderungen zu adressieren.
Quelle: Agenturen





