Im zweiten Quartal dieses Jahres ist der Erwerb von Wohnimmobilien durch ausländische Käufer wieder gestiegen, obwohl die Gesamtzahl der Kauftransaktionen zurückging. Während der Markt für erschwingliche Wohnungen für Einheimische eingebrochen ist, konnte der Anteil der Käufe durch Ausländer um 3,2 Prozentpunkte auf 32,27 % zulegen.
Dieser Trend spiegelt die angespannte Situation auf dem Immobilienmarkt wider. Laut dem jüngst veröffentlichten Bericht des Berufsverbands der Grundbuchführer sind bezahlbare Wohnungen rar geworden, was die Preise in die Höhe treibt. Auf den Balearen liegt der Durchschnittspreis mittlerweile bei 4.311 Euro pro Quadratmeter, ein historischer Höchstwert. Madrid übertrifft diesen Wert mit 4.477 Euro pro Quadratmeter und ist damit die teuerste Region Spaniens.
Im Vergleich dazu ist der spanische Durchschnittspreis mit 2.478 Euro pro Quadratmeter fast halb so hoch. Noch drastischer sind die Unterschiede zur günstigsten Provinz Ciudad Real, wo Quadratmeterpreise bei nur 732 Euro liegen. Dort könnte man für den Preis einer Wohnung auf den Balearen fast sechsmal so viel Wohnraum erwerben.
Der Anstieg der ausländischen Immobilienkäufe in einem schrumpfenden und teuren Markt unterstreicht die wachsende Herausforderung, bezahlbaren Wohnraum für die lokale Bevölkerung bereitzustellen. Die hohen Preise in beliebten Regionen ziehen weiterhin internationale Investoren an, während die Verfügbarkeit für Einheimische immer knapper wird.
Quelle: Agenturen





