Im Juli 2026 verzeichnete der spanische Immobilienmarkt einen beispiellosen Preisanstieg: Die Preise für Bestandsimmobilien stiegen im Jahresvergleich um beeindruckende 13,1 Prozent und erreichten mit durchschnittlich 2.933 Euro pro Quadratmeter den höchsten Wert, den die Plattform idealista jemals gemessen hat. Für eine 80 Quadratmeter große Wohnung bedeutet das aktuell durchschnittliche Kosten von rund 234.640 Euro – ein Anstieg von fast 19.000 Euro seit Anfang des Jahres.
Besonders stark wuchsen die Preise in Kantabrien (18,2 %), Kastilien-La Mancha (16,1 %) und Asturien (15,4 %). Auch beliebte Küstenregionen wie Valencia oder Murcia melden zweistellige Zuwächse, was insbesondere für ausländische Käufer aus den Niederlanden und Belgien von Bedeutung ist. Diese Regionen zählen mittlerweile zu den dynamischsten Märkten Spaniens.
idealista hat außerdem die Methodik seines Preisindex verfeinert, indem es befristete und Ferienvermietungen aus der Berechnung ausschließt. Trotz dieser strengeren Kriterien zeigt sich die kontinuierliche Aufwärtstendenz klar, was den Druck auf den Markt weiter verdeutlicht.
Attraktive Eigentumswohnungen werden für viele zunehmend unerschwinglich, insbesondere für Erstkäufer und Familien mit durchschnittlichem Einkommen. Die strengeren Kreditvergaberichtlinien der Banken erschweren den Erwerb zusätzlich, da immer höhere Eigenkapitalanteile verlangt werden. Gleichwohl bleibt die Nachfrage hoch, da die Mietpreise in den Städten ebenfalls stark steigen.
Wer noch eine bezahlbare Zweitwohnung sucht, findet preislich noch lauschige Nischen im spanischen Landesinneren, fernab der Küste. Spitzenpreise werden inzwischen in einigen Stadtvierteln Madrids und auf Mallorca deutlich über 10.000 Euro pro Quadratmeter veranschlagt.
Der Prognose zufolge wird der Preisanstieg vorerst anhalten: Der Wohnraummangel, die starke Nachfrage von In- und Ausländern sowie das begrenzte Neubauangebot lassen wenig Spielraum für eine Entspannung. Staatliche Maßnahmen konnten bislang keine messbaren Effekte erzielen. Für Kaufinteressenten bedeutet das eindeutig: Je später der Einstieg, desto teurer wird der Traum von einer Immobilie under der spanischen Sonne.
Quelle: Agenturen





