Der Verkehrsverband der Balearen (FEBT) hat am Donnerstag (18.06.2026) versichert, dass die Absage eines Schulausflugs einer Schule in Palma nicht seitens des Unternehmens erfolgte, um eine touristische Dienstleistung zu erbringen.
In einer Erklärung fügte der Verkehrsverband hinzu, dass „einige der verbreiteten Schlussfolgerungen die Umstände, die zu diesem Vorfall führten, nicht angemessen widerspiegeln“.
Die FEBT bekräftigte, dass nach Angaben des Unternehmens – einem kleinen Familienbetrieb, der hauptsächlich Schul- und Seniorenbeförderungsdienste anbietet – „keine Absicht bestand, einen Schulausflug durch touristische Dienstleistungen zu ersetzen“.
Nach den von der Unternehmensorganisation gesammelten Informationen hatte das Unternehmen bereits seit Monaten auf die Schwierigkeiten hingewiesen, die Erbringung der Dienstleistung zu den ursprünglich vorgesehenen Terminen zu gewährleisten – der Ausflug war bereits seit März gebucht –, da es in den letzten Tagen des Schuljahres zu einer außergewöhnlich hohen Konzentration von Schulausflügen kommt.
Dieser Umstand, so hieß es, habe dazu geführt, dass der Schule nahegelegt wurde, rechtzeitig alternative Termine in Betracht zu ziehen oder andere Transportmöglichkeiten zu prüfen. Es wurden auch verschiedene Lösungen vorgeschlagen, um die Aktivität an die tatsächliche Verfügbarkeit von Fahrzeugen anzupassen, doch letztendlich wurde keine der vorgeschlagenen Alternativen umgesetzt.
Die FEBT hat daran erinnert, dass es auf Mallorca Hunderte von Bildungseinrichtungen gibt, darunter Grundschulen und weiterführende Schulen, und dass traditionell ein sehr großer Teil von ihnen seine Ausflüge und Aktivitäten zum Schuljahresende auf dieselben Wochen im Juni konzentriert. Dies bedeute, so die FEBT, dass innerhalb kurzer Zeit Tausende von Schülern befördert werden müssten, was zu einer außerordentlichen Nachfrage nach Fahrzeugen führe; daher erfordere die Planung der Dienstleistungen eine frühzeitige Abstimmung aller beteiligten Akteure.
Nach Ansicht der Transportunternehmen müssen Schulausflüge sowie touristische, kulturelle, sportliche oder sonstige Dienstleistungen an die tatsächliche Verfügbarkeit von Fahrzeugen und Fahrern angepasst werden, ohne dass bestimmte Dienstleistungen automatisch Vorrang vor anderen haben.
Für den Verband ist es wichtig, jede konkrete Situation zu analysieren, bevor Schlussfolgerungen gezogen werden, die das Image von Unternehmen und Fachkräften zu Unrecht schädigen könnten. Er hat zudem seine Besorgnis darüber zum Ausdruck gebracht, wie bestimmte Einzelfälle genutzt werden, um „vorher festgelegte Diskurse zu untermauern, die jede organisatorische Schwierigkeit einer angeblichen Bevorzugung des Tourismus zuschreiben, obwohl die operative Realität der Branche wesentlich komplexer ist“.
Quelle: Agenturen




