KLM setzt neues Bordverpflegungskonzept um

Lesedauer des Artikels: ca. 2 Minuten -

Ab Oktober 2026 ändert KLM die Verpflegung auf ihren europäischen Flügen grundlegend. Während bislang Käsebrötchen, Bier und Wein kostenlos angeboten wurden, müssen Passagiere künftig für diese Produkte zahlen. Das neue Konzept „Grand Café KLM“ bietet zwar eine größere Auswahl, führt aber auch zu höheren Kosten für die Reisenden.

Das bisher kostenlose Käsebrötchen verschwindet aus dem Standardangebot, genauso wie Bier, Wein und andere Erfrischungsgetränke. Kostenlos bleiben Kaffee, Tee, Wasser, Orangensaft und die beliebte Stroopwafel. Für ein Käsebrötchen werden ab Oktober 6 Euro verlangt, ein Bier kostet 5 Euro und ein Glas Wein 7 Euro. Zusätzlich gibt es eine erweiterte Speisekarte mit Gerichten wie Wraps, Poké-Bowls und Salaten, die teilweise vorbestellt werden müssen.

KLM begründet die Umstellung damit, den unterschiedlichen Geschmäckern und Ernährungsbedürfnissen der Passagiere besser gerecht zu werden. Gleichzeitig will die Fluggesellschaft durch das neue Modell den Umsatz auf diesen Strecken steigern, da die Kosten für die bisher inkludierten Leistungen steigen. Dieser Schritt folgt einem Trend in der europäischen Luftfahrt, bei dem immer mehr Gesellschaften auf kostenpflichtige Bordverpflegung setzen – ähnlich wie bereits British Airways, Lufthansa oder Billigflieger wie Ryanair und easyJet.

Lesetipp:  Trumps Sinneswandel - oder doch nur eine Labertasche?
--|- Bitte beachten Sie unsere Anzeigenpartner! -|-- Dagmar Hager - Mallorca - Insel des Schweigens

Für viele Reisende, insbesondere Familien, bedeutet dies eine spürbare finanzielle Mehrbelastung. Wer weiterhin eine vergleichbare Mahlzeit wie bisher erhalten möchte, muss nun deutlich mehr bezahlen. Außerdem rückt KLM damit näher an das Modell der Billigtochter Transavia heran, was den Unterschied zwischen Vollservice und Discount-Flug verringert.

Für regelmäßige Reisende nach Spanien – einem wichtigen Zielmarkt für KLM – heißt das, künftig mehr Geld für Verpflegung an Bord einzuplanen. Trotz dieser Änderungen investiert KLM weiterhin in den Ausbau spanischer Strecken. Dennoch könnte die Kombination aus höheren Preisen und weniger inkludierten Leistungen die Attraktivität von KLM-Tickets relativ zum Wettbewerb beeinträchtigen.

Quelle: Agenturen