Invasive Arten stellen eine wachsende Gefahr für die Tierwelt der Balearen dar. Diese ursprünglich nicht heimischen Tiere, wie die Hufeisennatter, Bastardnatter und die grün-gelbe Natter, bringen das fragile ökologische Gleichgewicht der Inseln aus dem Takt. Die einzigartigen Tierarten, die sich über Millionen von Jahren ohne diese Raubtiere entwickelt haben, sind dadurch massiv gefährdet.
Einführung fremder Arten kann das gesamte Ökosystem eines Gebiets destabilisieren. Besonders betroffen sind dabei die Pitiusa-Eidechsen, die als Schlüsselarten für das ökologische Gleichgewicht der Balearen gelten. Da diese Populationen bislang keine natürlichen Feinde in Form von Schlangen hatten, ist ihre Überlebensfähigkeit durch das Auftauchen invasiver Schlangenarten akut bedroht.
Die Stiftung Natura Parc warnt eindringlich vor den Folgen dieser biologischen Invasionen und betont die Dringlichkeit, die Ausbreitung dieser Tiere einzudämmen. Die COFIB hat bereits Programme zur Bekämpfung der invasiven Arten gestartet, bei denen Fallen eingesetzt werden. Zudem wird der Bevölkerung ein kostenloses Handbuch bereitgestellt, das erklärt, wie man diese Fallen baut und sicher an der Bekämpfung mitwirken kann.
Die Sichtung von invasiven Arten durch die Bevölkerung spielt eine wichtige Rolle. Expertinnen und Experten empfehlen, gefundene Schlangen nicht selbst zu fangen, sondern Fotos anzufertigen und diese dem zuständigen Auffangzentrum zu melden. Dabei sollte stets darauf geachtet werden, keine Gefahr für Menschen oder Tiere zu verursachen.
Der Erfolg im Kampf gegen invasive Arten hängt vom koordinierten Handeln von Behörden, Fachorganisationen und Bürgerinnen und Bürgern ab. Der Erhalt der Artenvielfalt auf den Balearen ist ein Gemeinschaftsprojekt, dessen Zukunft von den Entscheidungen der Gesellschaft abhängt.
Quelle: Agenturen


