Krebs als führende Todesursache in Spanien

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Erstmals in der Geschichte der statistischen Erfassung ist Krebs in Spanien die häufigste Todesursache. Im Jahr 2024 überstieg die Zahl der Krebstoten erstmals die der Todesfälle durch Herz-Kreislauf-Erkrankungen, was einen bedeutenden Wandel in der Gesundheitslage des Landes markiert.

Von den insgesamt 436.118 Verstorbenen im Jahr 2024 erlagen 115.578 einer Krebsdiagnose, während 113.620 Menschen an Herzproblemen starben. Diese Entwicklung spiegelt sich auch in anderen europäischen Ländern wie den Niederlanden und Belgien wider. Seit den 1980er Jahren hat sich die Zahl der Krebstoten nahezu verdoppelt, während die Herz-Kreislauf-bedingten Todesfälle langsam zurückgehen.

Lungenkrebs führt mit 23.297 Todesfällen die Liste der tödlichsten Krebsarten in Spanien an. Darauf folgen Darmkrebs (10.451), Bauchspeicheldrüsenkrebs (8.392), Brustkrebs (6.659) und Prostatakrebs (5.967). Besonders auffällig ist, dass bei Frauen Lungenkrebs erstmals Brustkrebs als häufigste krebsbedingte Todesursache überholt hat. Dies ist auf spätere Rauchgewohnheiten bei Frauen zurückzuführen, deren gesundheitliche Folgen nun sichtbar werden.

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Bei Männern ist Krebs mit 67.790 Todesfällen die Haupttodesursache, deutlich vor Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Bei Frauen hingegen bleiben Herzprobleme die wichtigste Todesursache, während Krebs an zweiter Stelle steht. Die Zahl der Krebsneudiagnosen steigt weiter an: Für 2024 werden über 301.000 neue Fälle erwartet, ein Rekordwert.

Erfreulicherweise haben sich die Überlebenschancen in den letzten vier Jahrzehnten deutlich verbessert. Fünf Jahre nach der Diagnose leben noch 57 Prozent der Männer und 65 Prozent der Frauen, was auf Fortschritte in der Krebsbehandlung und Früherkennung hinweist.

Diese Zahlen verdeutlichen die wachsende Herausforderung, der das spanische Gesundheitssystem gegenübersteht, und unterstreichen die Bedeutung von Prävention, Früherkennung und innovativen Therapien im Kampf gegen Krebs.

Quelle: Agenturen