Kuba – 10 Millionen Menschen ohne Strom

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Die kubanischen Behörden bemühten sich am Donnerstagmorgen (07.11.2024) um die Wiederherstellung der Stromversorgung auf der Insel, nachdem der Hurrikan Rafael 10 Millionen Menschen ohne Strom gelassen hatte. Das Stromnetz brach am Mittwochnachmittag zusammen, als Rafael mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 185 Stundenkilometern über Kuba hinwegfegte, Häuser beschädigte, Bäume entwurzelte und Telefonmasten umstürzte.

Am Donnerstagmorgen hatte sich der Hurrikan 250 Kilometer nordwestlich von Havanna in den Golf von Mexiko verlagert, wo er nach Angaben des Nationalen Hurrikan-Zentrums in Miami keine unmittelbare Gefahr mehr für das Land darstellte.

Rafael war ein weiterer Rückschlag für das ohnehin schon prekäre Stromnetz des kommunistisch regierten Karibiklandes, das erst vor zwei Wochen mehrmals zusammengebrochen war, so dass viele Bürger tagelang ohne Strom waren.

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Das Ministerium für Energie und Bergbau teilte mit, es habe bereits am späten Mittwoch mit der Wiederherstellung des nationalen Stromnetzes begonnen, warnte jedoch, dass der Prozess in den westlichen Teilen der Insel, die am stärksten von dem Sturm betroffen waren, langsamer verlaufen würde. Wie die staatlichen Medien berichteten, hatten die Rettungskräfte die Stromversorgung in einigen Bereichen wiederhergestellt, obwohl Havanna bei Tagesanbruch am Donnerstag immer noch weitgehend ohne Strom war.

Die baufälligen Ölförderanlagen des Landes haben jahrzehntelang dafür gesorgt, dass die Lichter nicht ausgehen, doch dieses Jahr geriet das System in eine Krise, als die Rohölimporte aus den verbündeten Ländern Venezuela, Russland und Mexiko zurückgingen. Mehrstündige Stromausfälle sind in weiten Teilen Kubas zur Norm geworden. Nach Angaben der Behörden bleibt der Flughafen von Havanna am Donnerstag mindestens bis zum Mittag geschlossen.

Staatliche Medien zeigten Bilder von umgestürzten Stromleitungen, über die Straßen der Stadt verstreuten Metalldächern und zerbrochenen Fenstern. Überschwemmungen waren weit verbreitet. Rafael zog als Wirbelsturm der Kategorie 1 auf der fünfstufigen Saffir-Simpson-Skala über die Kaimaninseln, bevor er sich in weniger als 24 Stunden zu einem wesentlich stärkeren Wirbelsturm der Kategorie 3 entwickelte, als er an der Südwestküste Kubas landete.

Quelle: Agenturen