Leidet Mallorca unter punktuellen Gentrifizierungsprozessen?

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Immer mehr Mallorquiner wenden ihrer Heimat den Rücken zu, angelockt von erschwinglicheren Lebensbedingungen auf dem spanischen Festland. Steigende Mieten und unbezahlbare Immobilien auf Mallorca, oft symbolisiert durch den starken Zuzug von Deutschen, haben zu dieser Entwicklung geführt.

Asturien im Norden Spaniens hat sich zu einem besonders beliebten Ziel entwickelt, da dort Immobilienpreise deutlich niedriger sind und der Tourismus weniger ausgeprägt ist. Das Klima wird ebenfalls als angenehmer empfunden.

Diese Verlagerung bietet Mallorquinern die Möglichkeit, ihre oft hochpreisigen Immobilien auf Mallorca zu verkaufen und sich in Asturien neu zu etablieren, was besonders Rentnern zugutekommt, die so ihren finanziellen Spielraum erweitern können.

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Während der durchschnittliche Quadratmeterpreis in Asturien bei etwa 1.326 Euro liegt, beträgt er auf den Balearen über 4.100 Euro.

Immobilienexperten bestätigen diesen Trend und beobachten auch ein wachsendes Interesse an Regionen wie Galicien. Allerdings birgt diese Entwicklung auch Herausforderungen.

Der Zuzug von Mallorquinern nach Asturien könnte dort Gentrifizierungsprozesse auslösen, bei denen die ursprüngliche Bevölkerung durch steigende Preise verdrängt wird. Gleichzeitig verschärft sich die Situation auf Mallorca weiter, wo die Gentrifizierung zunehmend Menschen mit geringerem Einkommen von der Insel verdrängt. Mietsteigerungen, auch wenn sie moderat erscheinen, können für viele Einwohner existenzbedrohend sein.

Quelle: Agenturen