Muro: Harte Maßnahmen gegen „Mülltourismus“

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Die Gemeinde Muro auf Mallorca macht ernst im Kampf gegen die illegale Müllentsorgung. In den letzten zwei Monaten hat die Stadtverwaltung 18 Bußgelder verhängt, um das wachsende Problem des sogenannten „Mülltourismus“ gezielt zu bekämpfen.

Moderne Überwachungskameras an den beiden Sammelstellen im ländlichen Raum ermöglichen es der Polizei, Kennzeichen der unsachgemäß haltenden Fahrzeuge zu erfassen und Verstöße schnell zu ahnden. Jede Geldstrafe beträgt 300 Euro. Die meisten dieser Strafen trafen nicht etwa Bewohner von Muro, sondern Bürger aus umliegenden Gemeinden, die ihren Müll illegal entsorgten.

Die Stadt erinnert daran, dass nur die für den Tag vorgesehene Abfallfraktion – gemäß festgelegtem Plan – sowie ausschließlich in den passenden Containern abgeladen werden darf. Immer wieder werden jedoch Fremdstoffe, Müllsäcke außerhalb der Container oder sogar Sperrmüll an den Sammelstellen abgestellt, obwohl diese Materialien ausschließlich zur lokalen Recyclingstation „Punt Verd“ gebracht werden dürfen. Ein zusätzlicher Service für sperrige Abfälle: Nach Anmeldung holt die Stadtverwaltung diese auch direkt vor der Haustür ab.

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Bürgermeister Miquel Porquer unterstreicht, dass konsequentes Einschreiten Priorität hat: Unachtsames Verhalten untergräbt die Mühen aller, die ihre Abfälle korrekt entsorgen, und schadet der Umwelt. Bei schweren Verstößen drohen laut kommunaler Abfallverordnung sogar Bußgelder bis zu 2.000 Euro. Erst vor kurzem entfernte die Stadt eine halbe Tonne Müll aus dem Flussbett, um Überschwemmungsrisiken im Herbst zu minimieren.

Mit einem klaren Kurs gegen Müllsünder zeigt sich Muro als Vorbild für nachhaltige Entsorgung und zivilgesellschaftliches Engagement – ein Ansatz, der auch für andere Gemeinden wegweisend sein könnte.

Quelle: Agenturen