Der durchschnittliche Tagespreis (ADR) der Hotels auf den Balearen ist im ersten Quartal des Jahres um 8 % gestiegen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, womit die Inselgruppe zu den Reisezielen mit den stärksten Preissteigerungen zählt.
Insgesamt erreichte Spanien im ersten Quartal 2026 143,4 Euro, was einem Anstieg von 4 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht. Dieses Wachstum schlug sich auch im Erlös pro verfügbarem Zimmer (RevPAR) mit 98,8 Euro (+3,8 %) nieder, während die Auslastung mit 68,9 % stabil blieb und nur um 0,1 % zurückging.
Dies geht aus dem aktuellen Hotelbarometer hervor, das gemeinsam von STR und Cushman & Wakefield erstellt wurde und einen „soliden“ Jahresauftakt für die spanische Hotelbranche widerspiegelt, die „in einem globalen Umfeld der Unsicherheit weiterhin Widerstandsfähigkeit und die Eigenschaften eines sicheren Hafens zeigt“.
Nach den Worten des Partners und Co-Direktors von Cushman & Wakefield Hospitality in Spanien, Albert Grau, könnte das Jahr weiterhin „positiv“ verlaufen, da die Hotels weiterhin eine starke Nachfrage verzeichnen.
Konkret hebt der Bericht die Leistung der Kanarischen Inseln hervor, da sie das Reiseziel sind, das bei den drei wichtigsten Indikatoren führend ist, mit einer Auslastung von 84,5 % sowie 187,1 Euro ADR und 158,2 Euro RevPAR, was ihrer starken saisonalen Komponente in den Wintermonaten entspricht.
Beginnend mit der Auslastung folgten auf den Inselstandort auf dem Podium Zaragoza – das mit +5,9 % das Wachstum anführt – und Málaga mit 75,2 % bzw. 75 %. Unter 75 % lagen andere Reiseziele wie Sevilla, Madrid, Valencia oder Alicante. Barcelona lag seinerseits bei 71,7 %.
Für den Partner und Co-Direktor von Cushman & Wakefield Hospitality in Spanien, Bruno Hallé, lassen die guten Zahlen der Kanarischen Inseln einen guten Sommer für das spanische Festland erwarten, und zusammen mit dem Anstieg der Auslastung in Madrid und Barcelona ist dies eine „unübertreffliche“ Nachricht für die Branche, da sie eine „positive“ Hochsaison mit dem Potenzial für ein moderates weiteres Wachstum bei Preisen und Einnahmen vorwegnimmt.
Was den durchschnittlichen Tagespreis betrifft, lag Marbella in den ersten drei Monaten mit 178,4 Euro auf dem zweiten Platz, während die wichtigsten städtischen Reiseziele in diesem Bereich weiterhin wichtige Positionen einnahmen, mit Barcelona bei 166,6 Euro (+1,6 %) und Madrid bei 161,4 Euro (+2,6 %).
Über die großen Tourismuszentren hinaus spiegelte die Entwicklung des ADR auch eine positive Entwicklung in anderen städtischen und Urlaubszielen wider, mit anhaltenden Preisanstiegen.
Tatsächlich verzeichnete nur Granada einen Rückgang des ADR um 1,8 %, während die größten Preisanstiege in Marbella (+9,1 %), Sevilla (9 %) und auf den Balearen (8 %) zu verzeichnen waren; besonders hervorzuheben sind auch die Kanarischen Inseln und Benidorm mit 7 % bzw. fast 8 %.
„Die spanischen Hotels halten diePreise auf historischen Höchstständen, und das könnte auch 2026 so bleiben“, betonte Luis Arsuaga, der für Capital Markets Hospitality in Spanien zuständige Partner, und wies darauf hin, dass die Herausforderung auf operativer Ebene darin bestehe, die Margen in einem Umfeld steigender Kosten zu halten, die das operative Management unter Druck setzen.
Der RevPAR lag in Spanien insgesamt zwischen Januar und März bei 98,8 Euro, was einem Wachstum von 3,8 % im Jahresvergleich entspricht, das laut dem Barometer von STR und Cushman & Wakefield hauptsächlich auf der Verbesserung des ADR beruhte.
Nach den Kanarischen Inseln an der Spitze folgten Madrid mit 119,7 Euro und Barcelona mit 119,4 Euro, die dank des MICE-Tourismus und des Freizeitangebots weiterhin eine große Solidität aufweisen.
Málaga ist zudem das vierte Reiseziel mit einem RevPAR über 100, genauer gesagt 103,9 Euro. Deutliche zweistellige Zuwächse verzeichneten auch Sevilla (+11,7 %) und Valencia (+10,8 %) sowie Zaragoza (+9,5 %) und Alicante (+9,4 %).
Quelle: Agenturen





