Vom 6. bis 12. Juni unternimmt Papst Leo XIV. eine bedeutende Reise durch Spanien, die ihn auf 2.500 Kilometern durch das Land führt. Diese Reise ist nicht nur die erste eines Papstes seit 2011, sondern auch die erste eines Pontifex auf den Kanarischen Inseln überhaupt. Im Mittelpunkt stehen dabei die Werte der Nächstenliebe, der Eucharistie und der Begegnung.
Die Reise beginnt in Madrid, wo Leo XIV. am Flughafen von König Felipe VI. und Königin Letizia empfangen wird. Nach einem Besuch bei Cáritas, einer Hilfsorganisation für Obdachlose, feiert er eine große Jugendversammlung und hält eine Messe zum Fronleichnamsfest ab. Weitere Termine umfassen Gespräche mit politischen Vertretern sowie Begegnungen mit Gläubigen, unter anderem im berühmten Stadion Santiago Bernabéu.
Am 9. Juni reist der Papst weiter nach Barcelona. Dort betet er in der Kathedrale, feiert im Estadi Olímpic Lluís Companys und besucht soziale Einrichtungen wie das Gefängnis Brians 1 und das Kloster Montserrat. Ein besonderer Höhepunkt ist die Weihe des Torre de Jesucristo in der Sagrada Família, der zum höchsten Punkt der Stadt wird und ein symbolträchtiges Bauwerk darstellt.
Den Abschluss bildet der Besuch auf den Kanarischen Inseln, einer Premiere für einen Papst. Auf Gran Canaria widmet sich Leo XIV. der Migrationsproblematik und hält eine Messe im Estadio de Gran Canaria ab. Auf Teneriffa besucht er das Centro Raíces, eine Organisation, die Migranten unterstützt, und feiert zum Abschluss eine Messe im Hafen von Santa Cruz.
Die Reise wird von großer Aufmerksamkeit begleitet: Über 550.000 Menschen haben sich zu den Feierlichkeiten angemeldet. Gleichzeitig gibt es auch Kritik von nicht-religiösen Gruppen, die eine zu starke staatliche Unterstützung des kirchlichen Besuchs bemängeln und Protestaktionen planen. Für Leo XIV. ist die Reise auch persönlich bedeutsam, da er mit spanischen Wurzeln tief mit dem Land verbunden ist.
Zusammenfassend steht der Besuch für ein intensives Bemühen um Nähe, Zuhören und Dialog – Werte, die der Papst in Spanien besonders hervorheben möchte. Seine Reise verbindet feierliche Liturgien, soziale Anliegen und politische Begegnungen, was den Stellenwert dieses Ereignisses in der jüngeren Kirchengeschichte Spaniens unterstreicht.
Quelle: Agenturen



