Über eine halbe Million wollen den Papst treffen

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Vom 6. bis 12. Juni steht Spanien im Mittelpunkt einer historischen Apostolischen Reise: Papst Leo XIV., der erste amerikanische Papst, besucht mehrere Städte, darunter Madrid, Barcelona sowie die Kanarischen Inseln. Über 550.000 Menschen haben sich angemeldet, um an den Feierlichkeiten teilzunehmen, was das große Interesse und die Bedeutung dieses Besuchs unterstreicht.

Eine aktuelle Umfrage des Meinungsforschungsinstituts GAD3, präsentiert am 2. Juni bei der Spanischen Bischofskonferenz, zeigt, wie die Spanier den neuen Papst wahrnehmen. Trotz seines erst im letzten Jahr begonnenen Pontifikats ist Leo XIV. für 57 Prozent der Befragten noch eine weitgehend unbekannte Persönlichkeit. Dennoch wird er als nahbar wahrgenommen, jemand, der die Balance zwischen Tradition und Moderne wahrt. Seine spanischen Wurzeln – seine Mutter stammt aus Spanien, und er hat als Augustinerprior regelmäßig das Land bereist – tragen zur positiven Resonanz bei.

Die Beweggründe der Besucher sind vor allem ihr Glaubensleben und der Wunsch, diese Erfahrung mit Familie und Freunden zu teilen. Thematisch wünschen sich viele, dass der Papst während seiner Reise besonders auf die Jugend, die Familie und den Schutz des Lebens eingeht. Zugleich sorgt der Besuch für Diskussionen, etwa im Hinblick auf die Rolle der Regierung bei einem religiösen Ereignis und die seit Jahrzehnten schwelende Debatte um die Trennung von Kirche und Staat in Spanien.

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Auch die spanische Königsfamilie spielt eine prominente Rolle: König Felipe VI. und Königin Letizia empfangen den Papst am Flughafen Madrid, und sowohl Infanta Sofía als auch Prinzessin Leonor erhalten eine persönliche Audienz.

Höhepunkte sind die Ansprache im Kongress der Abgeordneten und die Weihe des neuen höchsten Turms der Sagrada Família in Barcelona, anlässlich des hundertsten Todestags von Antoni Gaudí. Die Reise endet mit dem historischen Besuch des Papstes auf den Kanarischen Inseln, dem ersten Papstbesuch dort.

Diese Apostolische Reise verbindet traditionelles und modernes Spanien und bietet vielen Gläubigen erstmals die Gelegenheit, den Papst persönlich zu erleben. Sie symbolisiert sowohl die enge Verbindung zwischen Spanien und dem Papsttum als auch den Dialog zwischen Glauben, Gesellschaft und Politik in einem bewegten Moment der Geschichte.

Quelle: Agenturen