Ein russischer Soldat eröffnete im Bezirk Sewastopol auf der annektierten ukrainischen Halbinsel Krim das Feuer auf seine Kameraden und Zivilisten und tötete dabei mindestens vier Menschen und verletzte vier weitere, wie der örtliche Gouverneur Michail Raswoschajew am Montag (03.08.2026) mitteilte.
„Tragödie in Sewastopol. In der Ortschaft Chmelnyzkyj kam es zu einem Notfall. Nach vorläufigen Angaben eröffnete ein Soldat das Feuer auf seine Kameraden. Ein Mann starb, ein weiterer wurde verletzt“, schrieb er auf Telegram. Anschließend griff der Soldat mehrere Zivilisten an, tötete dabei zwei Männer (im Alter von 59 und 71 Jahren) sowie eine 64-jährige Frau und verletzte drei weitere Personen.
Razvozháev sprach den Angehörigen und Freunden der Verstorbenen sein Beileid aus und wies darauf hin, dass alle Verletzten notärztlich versorgt würden und „die Ärzte alles in ihrer Macht Stehende tun, um ihr Leben zu retten“. „Der Angreifer wurde festgenommen“, erklärte er und fügte hinzu, dass am Tatort bereits Ermittler und Kriminaltechniker im Einsatz seien, um alle Umstände des Vorfalls aufzuklären.
Der Gouverneur machte keine Angaben zu den möglichen Motiven des Angreifers und rief dazu auf, „Ruhe zu bewahren und sich ausschließlich auf offizielle Informationen zu verlassen“. Seit Beginn des Kriegs in der Ukraine haben russische Behörden und Politiker auf die mögliche Gefahr eines Anstiegs der Kriminalität durch ehemalige Kämpfer hingewiesen, von denen ein Teil in russischen Gefängnissen rekrutiert wurde oder sich an die Front begeben hatte, um einer strafrechtlichen Verfolgung zu entgehen.
Quelle: Agenturen





