Pedro Sánchez, der Vorsitzende der PSOE und amtierende Ministerpräsident Spaniens, wurde für ein neues Mandat wiedergewählt. Er erhielt die Unterstützung von 179 Abgeordneten, darunter die katalanischen Separatisten von Junts und ERC. Damit hat Spanien nach fast vier Monaten wieder eine Regierung. Die neue Regierung wird auch von Yolanda Díaz, der Vorsitzenden der Partei Sumar, gebildet. Die Verteilung der Ministerien wird in Kürze bekannt gegeben.
Nach vier Monaten politischer Unsicherheit wurde Pedro Sánchez von der PSOE wieder als spanischer Ministerpräsident eingesetzt. Er wurde von einer breiten Koalitionsvereinbarung zwischen linken und nationalistischen Parteien unterstützt. Die Einigung ist ein Zeichen für die tiefe Spaltung der spanischen Politik. Die Kluft zwischen den beiden größten Parteien, PSOE und PP, scheint sich vergrößert zu haben, was bedeutet, dass in Spanien in den kommenden Jahren mit einer Phase großer politischer Unruhe und Polarisierung zu rechnen ist.
PP, Vox und UPN stimmten gegen die Amtseinführung von Sánchez, der die Wahlen vom 23. Juli nicht gewann, sich aber eine schwierige parlamentarische Mehrheit sichern konnte, indem er ein Amnestiegesetz mit den katalanischen Separatisten vereinbarte. Dieses Gesetz stand im Mittelpunkt aller Verhandlungen und dieser Debatte und dürfte zumindest zu Beginn der nächsten Legislaturperiode zu einem Schlüsselthema werden.
In seiner Rede betonte Sánchez die Legitimität seines Amtsantritts und forderte die PP auf, ihre Niederlage bei den Wahlen am 23. Juli einzugestehen. Er lobte auch den Mut der sozialistischen Abgeordneten, die ihn unterstützt haben.
Vor fast vier Jahren wurde der sozialistische Regierungschef mit einer einfachen Mehrheit gewählt, mit 12 Stimmen weniger als bei dieser Amtseinführung, bei der er sein Ziel um eine Stimme erreichte. Als Premierminister beginnt eine neue und komplexe Legislaturperiode, die inmitten von Spannungen auf den Straßen und in vielen Institutionen entstanden ist.
Während der gesamten Parlamentssitzung wurde der Kongress wegen der Proteste in der Nähe des Parlaments durch eine große Polizeipräsenz geschützt. Am Donnerstag wurde eine Gruppe von PSOE-Parlamentariern angegriffen und mit Eiern beworfen, und gestern Abend kam es erneut zu Unruhen in der PSOE-Zentrale, bei denen es zu Verhaftungen und Polizeieinsätzen kam.
Quelle: Agenturen




