An fast jedem Arbeitstag fällt es einem sicher auf. Jemand steht auf, geht nach draußen, zündet sich eine Zigarette an und kehrt nach wenigen Minuten wieder zurück. Das schien einfach dazuzugehören.
In Spanien ändert sich dieses Bild jedoch zunehmend. Arbeitgeber achten immer mehr auf die kurzen Rauchpausen und vor allem auf die Gesamtzeit, die sie zusammen ergeben. Eine einzelne Pause mag nicht viel erscheinen, aber wenn jemand vier- oder fünfmal am Tag nach draußen geht, können sich diese Minuten ganz schön summieren.
Wer die neuesten Entwicklungen verfolgt, stellt fest, dass Unternehmen sich durch Urteile von Richtern bestärkt fühlen. Die Online-Zeitung Diario de Avisos berichtet, dass Arbeitgeber das Recht haben, von ihren Mitarbeitern zu verlangen, ihre Rauchpausen später nachzuholen. Das muss nicht kompliziert sein; oft läuft es darauf hinaus, dass man am Ende des Tages etwas länger arbeitet.
Der Gedanke dahinter ist einfach. Informelle Pausen gelten normalerweise nicht als Arbeitszeit. Rauchen fällt in den meisten Fällen unter diese Kategorie. Dennoch erscheint dies vielen Menschen nicht ganz gerecht. Wie sieht es beispielsweise mit einer kurzen Kaffeepause oder einem kurzen Gespräch mit einem Kollegen aus?
Da liegt der Knackpunkt. Mitarbeiter betonen, dass jeder hin und wieder unterbrochen wird. Arbeitgeber bemerken den Unterschied, vor allem weil Rauchpausen oft häufiger und meist länger sind als eine kurze Kaffeepause oder ein kurzer Blick auf das Handy.
Für Raucher bedeutet dies wahrscheinlich eine Umstellung. Man kann zwar immer noch nach draußen gehen, aber die Freiheit ist geringer als zuvor. Diese paar Minuten gehen nicht einfach so im Arbeitsalltag verloren; wahrscheinlich muss man sie auf andere Weise kompensieren.
Quelle: Agenturen




