In diesen Wochen erleben Bahnreisende in Spanien eine ungewöhnliche Situation: Aufgrund umfangreicher Bauarbeiten werden viele Zugstrecken durch Busse ersetzt. Die staatliche Bahngesellschaft Renfe hat beschlossen, auf fast 1.800 Kilometern Busse anstelle von Zügen einzusetzen. Dies betrifft vor allem Urlauber und Pendler.
Die Bauarbeiten sind Teil eines groß angelegten Modernisierungsprogramms des spanischen Schienennetzes, in das seit Jahren massiv investiert wird. Spanien verfügt über eines der größten Hochgeschwindigkeitsnetze Europas, dessen Instandhaltung und Ausbau notwendig sind.
Obwohl Renfe betont, dass der Service aufrechterhalten wird, kommt es zu Beeinträchtigungen wie längeren Reisezeiten, Staus und eingeschränktem Komfort. Reisende berichten von Verwirrung an den Bahnhöfen und suchen ihren Weg zu den bereitstehenden Bussen.
Das Ersetzen von Zugstrecken durch Busse ist in Spanien unter dem Begriff „plan alternativo por carretera“ bekannt und wird bei Bauarbeiten häufig praktiziert, um Verbindungen aufrechtzuerhalten. Trotz der Unannehmlichkeiten verstehen viele Spanier die Notwendigkeit der Modernisierung des Schienennetzes, das eine wichtige Rolle im Land spielt.
Quelle: Agenturen





