Ryanair setzt im Sommer 2026 verstärkt auf die Balearen und baut sein Angebot auf den Inseln aus, während an anderen spanischen Standorten Strecken reduziert werden.
Besonders Ibiza profitiert von neuen Verbindungen und einer erhöhten Flugfrequenz aufgrund der hohen Nachfrage. Am Flughafen Palma de Mallorca werden im kommenden Sommer 79 Strecken angeboten, darunter neue Routen nach Friedrichshafen, Danzig und Malta. Auch bestehende Verbindungen nach Neapel, Warschau und Zagreb werden häufiger bedient.
Insgesamt sind 715 wöchentliche Flüge geplant, was einer Steigerung von 2 Prozent entspricht. Ryanair investiert nach eigenen Angaben rund 1,6 Milliarden Dollar und sichert über 6.900 lokale Arbeitsplätze. Ibiza verzeichnet mit 33 Strecken und 226 wöchentlichen Flügen das größte Wachstum, was einer Kapazitätssteigerung von 8 Prozent entspricht. Menorca bietet 18 Strecken mit 90 wöchentlichen Flügen.
Ryanair kritisiert jedoch die geplanten Erhöhungen der Flughafengebühren durch Aena, die über fünf Jahre um 21 Prozent steigen sollen. Dies könnte die Wettbewerbsfähigkeit Spaniens beeinträchtigen.
In der Vergangenheit hat Ryanair bereits Flüge an weniger wettbewerbsfähigen Flughäfen gestrichen, beispielsweise in Santiago de Compostela und Alicante-Elche. Aena verteidigt die Gebührenerhöhung mit einem Investitionsprogramm zur Verbesserung von Kapazität, Sicherheit und Qualität.
Branchenverbände warnen vor höheren Ticketpreisen und weniger Verbindungen. Ryanair betont, dass sich Kapazitäten auf andere Märkte verlagern könnten, sowohl innerhalb Europas als auch innerhalb Spaniens. Trotz der Kritik bleibt Ryanair den Balearen treu und baut sein Sommerangebot weiter aus.
Quelle: Agenturen





