Ryanair droht erneut mit weniger Flügen in Spanien

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Ryanair erhöht weiterhin den Druck auf die spanische Regierung und den Flughafenbetreiber Aena. Die irische Billigfluggesellschaft warnt, dass es erneut zu Streckenstreichungen und Kapazitätsreduzierungen an regionalen spanischen Flughäfen kommen könnte, sollten die Flughafengebühren weiter steigen. Dies könnte insbesondere kleinere Flughäfen treffen, die dadurch weniger internationale Verbindungen hätten.

Laut der spanischen Webseite Preferente argumentiert Ryanair-Chef Eddie Wilson, dass Spanien regionale Flughäfen durch höhere Gebühren benachteilige.

Ryanair hat bereits seit 2024 Millionen von Sitzplätzen auf Regionalstrecken gestrichen und schließt weitere Kürzungen für Sommer und Winter 2026 nicht aus.

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Im Zentrum der Auseinandersetzung stehen die Gebühren von Aena, dem staatlichen Betreiber der meisten spanischen Flughäfen. Für Reisende aus Deutschland könnte dies bedeuten, dass beliebte Flughäfen wie beispielsweise Zaragoza, Santander, Vigo, Asturien und Teneriffa Nord weniger Ryanair-Verbindungen anbieten.

Weniger Wettbewerb führt oft zu höheren Ticketpreisen und weniger Direktverbindungen. Ryanair wirft Aena vor, vor allem auf Gewinne und Dividenden für den spanischen Staat zu achten. Aena erziele Rekordgewinne, während es laut Ryanair immer teurer werde, regionale Flughäfen anzufliegen. Aena und das spanische Verkehrsministerium weisen die Drohungen von Ryanair als reine Geschäftsstrategie zurück.

Die spanische Regierung geht davon aus, dass andere Fluggesellschaften eventuelle Lücken füllen könnten. Fluggesellschaften wie Vueling, Binter, EasyJet und Wizz Air erhöhen bereits auf einigen Strecken ihre Kapazitäten.

Für Reisende nach Spanien könnten die Folgen spürbar werden: weniger günstige Flüge zu regionalen Flughäfen, höhere Ticketpreise in den Ferienzeiten, mehr Umstiege über Madrid, Barcelona oder Palma und weniger Winterverbindungen aus Deutschland.

Für Einwohner Spaniens könnte dies vor allem in Regionen problematisch sein, die stark vom Tourismus abhängig sind. Ryanair investiert weiterhin in große spanische Flughäfen wie Madrid, Málaga, Alicante und Palma de Mallorca und konzentriert sich damit auf stark frequentierte und profitable Strecken. Es stellt sich die Frage, ob das Problem tatsächlich die Flughafengebühren sind oder ob Ryanair den Fokus stärker auf größere Flughäfen legt.

Quelle: Agenturen