Schmutziges Fahrzeug – Geldbusse kann teurer werden als Autowäsche

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In Spanien drohen Bußgelder für verschmutzte Autos nicht automatisch. Entscheidend ist, ob die Verschmutzung die Sicht des Fahrers behindert oder das Kennzeichen unleserlich macht. In solchen Fällen können die Guardia Civil oder die Verkehrspolizei DGT Strafen von bis zu 200 Euro verhängen.

Es geht weniger um normale Verschmutzungen nach Fahrten über Land, sondern vielmehr um sicherheitsrelevante Beeinträchtigungen. Eine staubbedeckte Windschutzscheibe, Insektenreste oder Schlamm können laut DGT bereits ausreichen, um eine eingeschränkte Sicht zu beanstanden. Dies gilt auch für Seitenscheiben und Spiegel, sofern diese für eine gute Übersicht notwendig sind.

Besonders für Urlauber ist dies relevant, beispielsweise nach Fahrten über trockene Landstraßen oder nach Regenschauern, die Schlamm aufwirbeln. Während in den Heimatländern oft erst extreme Verschmutzungen zu Problemen führen, spielen in Spanien Faktoren wie grelles Sonnenlicht und lange Strecken eine Rolle, die Schmutz auf der Scheibe schneller störend wirken lassen.

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Die spanische Straßenverkehrsordnung schreibt vor, dass die Glasflächen stets eine klare Sicht ermöglichen müssen. Ein Polizist muss nicht erst einen Unfall abwarten, sondern kann bereits bei festgestellter unzureichender Sicht eine Strafe verhängen. Auch das Kennzeichen muss jederzeit lesbar sein, nicht nur für die Polizei, sondern auch für Blitzer und Kameras in Umweltzonen.

Verschmutzungen können auch hier zu Bußgeldern von bis zu 200 Euro führen, was besonders Mietwagenfahrer in bergigen Regionen oft unterschätzen. Ein wichtiger Unterschied besteht jedoch zwischen fahrlässiger und vorsätzlicher Verschmutzung. Wer sein Kennzeichen absichtlich verdeckt, riskiert hohe Strafen bis zu 6.000 Euro und Punkteabzug im Führerschein.

Die DGT geht besonders hart gegen Versuche vor, die Identifizierung zu verhindern. Daher gilt: Vor Fahrtantritt Windschutzscheibe, Spiegel und Kennzeichen überprüfen, besonders nach Fahrten im Gelände oder bei schlechtem Wetter. Wenige Minuten Aufwand können teure Überraschungen vermeiden.

Die DGT legt Wert darauf, da moderne Verkehrskontrollen zunehmend auf Kameras und automatische Erkennung setzen. Ein verschmutztes Auto ist somit nicht nur ein Sicherheitsrisiko, sondern auch ein Problem für die Durchsetzung der Vorschriften. In einem Land mit viel Tourismus und langen Küstenstraßen will die Behörde verhindern, dass kleine Nachlässigkeiten große Folgen haben.

Quelle: Agenturen