Die traditionsreiche Wanderveranstaltung „Marxa des Güell a Lluc a Peu“ hat dieses Jahr mit über 6.000 Teilnehmern einen neuen Rekord erzielt. Zum 52. Mal starteten die „Marxaires“ pünktlich um 23:00 Uhr am historischen Ort der ehemaligen Bar Güell in Palma – dem Ursprung dieser seit 1974 bestehenden Tradition, begründet von Tomeu Barceló Quetgles, bekannt als „Tolo Güell“.
Die anspruchsvolle Route erstreckt sich über 48 Kilometer und führt durch mehrere Orte Mallorcas: Es Pont d’Inca (Marratxí), Santa Maria, Consell, Binissalem, Lloseta, Inca, Selva und Caimari bis zum Ziel, dem Kloster Lluc, das in den frühen Morgenstunden erreicht wird. Das Motto der diesjährigen Ausgabe lautet: „48 km, die sich nicht erklären lassen. Man muss sie erleben“ – und genau dieses Erlebnis steht im Mittelpunkt.
Eine wesentliche Neuerung war ein speziell eingerichteter Begleitservice für Menschen mit eingeschränkter Mobilität. Mehrere behindertengerechte Kleinbusse ermöglichen es 58 Personen, die Strecke ganz oder teilweise unter optimalen Bedingungen zurückzulegen. Dieses inklusive Angebot unterstreicht den offenen Charakter der Veranstaltung.
Der Auftakt wurde von einem Musikfestival geprägt: Die Ball de Bot-Schule „La Asunción“ sorgte für traditionelle Atmosphäre, gefolgt von der energiegeladenen Zumba-Gruppe Mallorca Shakers. Akustische Momente boten ELEDÉ, bevor Second Signal mit Pop-Rock für Stimmung sorgte. Den krönenden Abschluss bildete DJ Manu Blanco mit aktuellen Chart-Hits, moderiert von DJ Paquita.
Francisco Bauzá, Präsident der Grup Güell, äußerte vor dem Start: „Wir brechen sicherlich Rekorde im Vergleich zu den letzten Ausgaben. Unser Fokus liegt auf der Einbindung junger Menschen und der Unterstützung von Teilnehmern mit Mobilitätseinschränkungen.“ Amtsträger wie Llorenç Galmés, Präsident des Consell de Mallorca, die Stadträtin von Palma, Lourdes Roca, sowie Oberst Carlos de Montemayor vom Luftwaffenstützpunkt Son Sant Joan, gaben der Veranstaltung zusätzlichen offiziellen Glanz.
Die „Marxa des Güell a Lluc a Peu“ bleibt somit ein beeindruckendes Beispiel für Gemeinschaft, Tradition und sportlichen Ehrgeiz – eine Nachtwanderung, die weit über die Insel hinaus für Begeisterung sorgt.
Quelle: Agenturen




