Die Strände von Muro und Can Picafort auf Mallorca, wichtige Küstenabschnitte in der Bucht von Alcúdia, leiden unter einem beständigen Sandverlust, der sie zunehmend schmaler werden lässt. Gleichzeitig führt die Ablagerung von Sedimenten im Bereich des Strandes von Alcúdia und des Hafens zu häufigen Ausbaggerungen, um die sichere Schifffahrt zu gewährleisten. Diese Entwicklungen gefährden nicht nur die natürlichen Küstenlinien, sondern auch die Funktionalität des Hafens und damit die regionale Wirtschaft und den Tourismus.
Um diesem komplexen Problem zu begegnen, haben verschiedene öffentliche Verwaltungen, wissenschaftliche Einrichtungen und Hotelverbände ein gemeinsames Protokoll unterzeichnet. Dieses orientiert sich am erfolgreichen LifeAdapt-Projekt aus Cala Millor und verfolgt das Ziel, die Auswirkungen des Klimawandels einzudämmen und die Küstenlinie nachhaltig zu stabilisieren. Dabei werden städtebauliche und ökologische Maßnahmen miteinander verknüpft, um den Sandverlust zu beheben und die kumulierten Sedimente zu kontrollieren.
Das Protokoll sieht die Einrichtung einer Arbeitsgruppe vor, die für die Koordination aller Maßnahmen zuständig ist. Diese Arbeitsgruppe analysiert Ursachen, priorisiert Eingriffe und sucht finanzielle Ressourcen, unterstützt von wissenschaftlichen Expertisen zur Küstendynamik und naturbasierten Lösungen. Die Zusammenarbeit erstreckt sich über Ministerien, lokale Behörden, Forschungseinrichtungen und die Hotellerie, wobei auch die Möglichkeit besteht, weitere Partner einzubeziehen.
Die Initiative ist ein bedeutender Schritt, um die Umwelt, den Tourismus und die Hafensicherheit in der Bucht von Alcúdia zu schützen. Mit einem wissenschaftlich fundierten und koordinierten Ansatz soll die ursprüngliche Küstenform so weit wie möglich wiederhergestellt und langfristig gesichert werden – ein Beispiel für nachhaltiges Küstenmanagement angesichts der Herausforderungen des Klimawandels.
Quelle: Agenturen





