Spanien hält an seiner militärischen Präsenz im östlichen Mittelmeer fest und schickt in Kürze erneut ein Schiff nach Zypern. Derzeit führt die Cristóbal Colón dort die Einsätze durch. Diese moderne Fregatte patrouilliert dort bereits seit einiger Zeit, kehrt aber bald nach Spanien zurück. Das bedeutet jedoch nicht, dass die Mission endet. Die Ablösung steht bereits bereit: Am 7. April bricht die Méndez Núñez in die Region auf, um die Aufgaben ohne Unterbrechung zu übernehmen.
Das Hauptziel des Einsatzes ist nicht, direkt einzugreifen, sondern Präsenz zu zeigen. Durch die Aufrechterhaltung der Präsenz und die genaue Beobachtung der Entwicklungen soll verhindert werden, dass die Situation außer Kontrolle gerät. In einem Gebiet, in dem es häufig zu Unruhen kommt, kann allein die Anwesenheit eines solchen Schiffes ausreichen, um die Lage zu beruhigen.
Laut Verteidigungsministerin Margarita Robles ist die Operation rein defensiver Natur, wie das Nachrichtenmedium 20minutos berichtet. Eine aktive Beteiligung an Konflikten ist nicht vorgesehen; das Schiff dient vor allem als Abschreckungsmittel. Der Ministerin zufolge stehen die Wahrung der Stabilität und der Schutz internationaler Interessen im Vordergrund, ohne die Lage weiter zu verschärfen.
Wer sich die Karte ansieht, erkennt sofort, warum dies ein so sensibler Ort ist. Durch den Krieg in Gaza, die allgemeinen Unruhen im Nahen Osten und die Präsenz verschiedener Weltmächte ist das Gebiet zu einem strategischen Brennpunkt geworden. Spanien will dort gemeinsam mit anderen NATO-Verbündeten die Lage im Auge behalten.
Dennoch gibt es auch Kritik. Man fragt sich, wie lange man dort bleiben muss, nur für den Fall der Fälle. Auch in Spanien selbst hört man manchmal Zweifel, vor allem weil sich die Aktion so weit außerhalb der eigenen Grenzen abspielt. Die Regierung bleibt jedoch dabei, dass das, was dort geschieht, letztlich auch Auswirkungen auf die Sicherheit in Europa hat.
Spanien bleibt also vorerst ein fester Faktor in diesem internationalen Kräftefeld. Mit einem neuen Schiff und denselben Anweisungen beobachtet die Marine, wie sich die unvorhersehbare Situation dort weiterentwickelt.
Quelle: Agenturen





