Russland könne eine wichtige Rolle bei der Schaffung einer neuen globalen Logistik- und Außenhandelsarchitektur spielen, erklärte der russische Präsident Wladimir Putin am Mittwoch (01.04.2026) in einem Kommentar zur Lage auf dem internationalen Markt, die durch die Blockade der Straße von Hormus und den Krieg im Iran entstanden ist.
„Russland kann der Welt diese Lösungen anbieten und eine wichtige Rolle bei der Gestaltung einer neuen globalen Logistikarchitektur und des internationalen Handels im Allgemeinen spielen“, erklärte der russische Präsident in einer Botschaft an die Teilnehmer eines Transport- und Logistikforums in St. Petersburg.
Putin stellte fest, dass „die Ereignisse im Iran bereits direkte Auswirkungen auf die Energiemärkte und den Transport von Öl und Gas durch die Straße von Hormus haben“.
Diese Situation, so argumentierte er, zwinge viele Länder und Unternehmen dazu, die Kosten und die Dauer des Gütertransports zu bewerten. „Die Sicherheit und Stabilität der Transportrouten, die am wenigsten von Krisen, kriegerischen Konflikten und anderen externen Risiken betroffen sind, werden in der aktuellen Situation zu einem entscheidenden Faktor“, sagte er.
Daher vertrat er die Ansicht, dass die russischen Logistikrouten „für ihre Partner sowohl aus wirtschaftlicher Sicht dank der Verkürzung der Transitzeiten als auch im Hinblick auf die Diversifizierung der weltweiten Transportströme von Vorteil sein können“. Putin wies darauf hin, dass die langfristige Herausforderung darin bestehe, „eine echte technologische Revolution im Bereich Transport und Logistik“ durch den zunehmenden Einsatz von IT-Lösungen und künstlicher Intelligenz zu erreichen.
„Wir müssen die ablaufenden Prozesse berücksichtigen undsie Jahrzehnte im Voraus bewerten. Dies betrifft die Entwicklung der wichtigsten Logistikkorridore auf der Grundlage qualitativ neuer Technologien und zweifellos die Einführung modernster Transportmittel“, erklärte er.
Insbesondere hob er die Möglichkeiten robotergestützter und autonomer Technologien hervor, die Routineprozesse an Flughäfen und Bahnhöfen, in Lagern und Logistikzentren ersetzen. Er wies darauf hin, dass Russland bereit sei, seine Erfahrungen in diesem Bereich zu teilen undFachkräfte auszubilden, die in der Lage sind, den Transport und die Logistik des 21. Jahrhunderts weiterzuentwickeln.
Russland fördert seit Jahren die Nordseeroute, eine Option, die aufgrund der globalen Erwärmung zunehmend an Bedeutung gewinnt und den Transport von Gütern zwischen Europa und Asien in kürzerer Zeit ermöglicht.
Quelle: Agenturen




