Wer im Urlaub in Spanien täglich auswärts isst, kennt das Phänomen: Am Ende der Reise zeigt die Waage oft ein höheres Gewicht als zu Beginn. Gründe dafür sind größere Portionen, spätere Essenszeiten und der vermehrte Alkoholkonsum. Dieses Muster entsteht schleichend und wird meist erst nach der Rückkehr bemerkt.
In Spanien sind die Essenszeiten anders als in vielen anderen Ländern: Mittag- und Abendessen finden hier oft deutlich später statt, wobei das Abendessen, die sogenannte „Cena“, häufig erst nach 21 Uhr serviert wird. Zwischen Mittag- und Abendessen entsteht so eine lange Pause, die viele mit Snacks oder Tapas überbrücken. Das führt zu einer erhöhten Kalorienaufnahme an einem Tag, die durch die entspannte Urlaubsstimmung und längere Aufenthalte am Tisch, die sogenannte „Sobremesa“, verstärkt wird.
Ernährungsberater betonen, dass besonders die großen Restaurantportionen, das vorab servierte Brot mit Olivenöl, ein Glas Wein zum Essen und das Dessert am Abend sich über mehrere Tage summieren und zu einer spürbaren Gewichtszunahme führen können. Hinzu kommt, dass spätes und schweres Essen den Stoffwechsel belastet und die Verarbeitung der Kalorien erschwert.
Um diese Urlaubskilos zu vermeiden und trotzdem den Genuss nicht zu schmälern, empfehlen Experten einige einfache Strategien: Den gewohnten Rhythmus mit Frühstück und Mittagessen beibehalten, Vorspeisen oder Tapas teilen, den Brotkorb erst nach der Bestellung genießen, zwischen Wein und Wasser wechseln, sich tagsüber bewegen und beim Dessert pro Tischrunde bleiben. So bleibt der Urlaub genussvoll, ohne dass die Waage zu sehr ausschlägt.
Wer diese Tipps beherzigt, kann entspannt die spanische Esskultur erleben und kehrt mit schönen Erinnerungen statt mit zusätzlichen Kilos nach Hause zurück.
Quelle: Agenturen





